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 1,2 Kilometer Schallschutz in Friedberg (Hessen)
Symbolisches Einheben des letzten Wandelements 03.07.2019 - 14:56

1,2 Kilometer Schallschutz in Friedberg (Hessen)

Die Deutsche Bahn hat den Bau der drei Schallschutzwände in Friedberg (Hessen) mit einer Gesamtlänge von 1.210 Metern nahezu abgeschlossen. Der Bau der Wände ist Teil des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“. Lediglich eine 70 Meter lange Lücke im Bereich der Haagstraße wird als Sonderbauwerk zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt. Über diese aktiven Maßnahmen hinaus können in insgesamt 1.016 Wohneinheiten passive Schallschutzmaßnahmen, wie der Einbau von schalldämmenden Fenstern und Lüftern gefördert werden. Der Bund investiert in Friedberg insgesamt rund 3,4 Millionen Euro aus Lärmsanierungsmitteln.

Martina Tittel, Leiterin Lärmsanierung West und Mitte bei der DB Netz AG, und Dirk Antkowiak, Bürgermeister der Kreisstadt Friedberg, feierten gemeinsam das symbolische Einheben des letzten Wandelements in die Schallschutzwand an der Alten Bahnhofstraße. „Die vom Bund finanzierte freiwillige Lärmsanierung sorgt für Lärmschutz an bestehenden, besonders belasteten Bahnstrecken in unserem Schienennetz“, sagte Martina Tittel. „Hier in Friedberg entlang der Main-Weser-Bahn werden nun viele hundert direkt betroffene Anwohner durch die bis zu drei Meter hohen hochabsorbierenden Schallschutzwände entlastet.“ Auch Bürgermeister Dirk Antkowiak begrüßte die Schallschutzmaßnahmen: „Im Namen unserer Stadt und ihrer Bürger freue ich mich besonders über den dank des Lärmsanierungsprogramms umgesetzten Schallschutz. Mit dem Lückenschluss an der Haagstraße haben wir eine gute Lösung gefunden, damit es an der vielbefahrenen Bahnstrecke in Friedberg insgesamt deutlich leiser wird.“

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Seit dem Start des Programms haben Bund und Bahn über 1,4 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von knapp 1.800 Kilometern Schienenstrecke und 60.630 Wohneinheiten investiert. Alleine im Jahr 2018 wurden rund 45 Kilometer Schallschutzwände fertiggestellt und etwa 100 Millionen Euro ausgegeben. Durch ein neues Gesamtkonzept, das seit Anfang 2019 gültig ist, profitieren künftig rund 2.200 Städte und Gemeinden vom Lärmsanierungsprogramm. Dabei hat sich der Gesamtbedarf der zu sanierenden Strecken auf 6.500 Kilometer erhöht – eine Steigerung von 75 Prozent. Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Gefördert werden neben Lärmschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. In Einzelfällen werden auch Dämmungen der Außenfassaden und Dächer teilfinanziert. Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind. (DB)

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