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 Glückauf, die Bahn kommt!
„Zechentrikot“ im Bahnhof Gelsenkirchen enthüllt 03.07.2019 - 14:09

Glückauf, die Bahn kommt!

Auch nach dem Ende des Ruhr-Bergbaus ist klar: Gelsenkirchen und Kohle gehören zusammen. Um die Kumpel des Steinkohle-Zeitalters auch im Hauptbahnhof zu würdigen, hat die Deutsche Bahn (DB) den Bahnhof großflächig umgestaltet. Reisende bekommen nun unmittelbar nach der Ankunft in Gelsenkirchen ein Bild davon, wie sehr diese Ära die Stadt geprägt hat: Steiger, die im engen Stollen arbeiten, Grubenarbeiter in der Kaue und rußgeschwärzte Kumpel – diese Bilder sind nun im Hauptbahnhof zu sehen: eine Verneigung vor dem Bergbau.

Das Zechentrikot im Gelsenkirchener Hauptbahnhof. Foto: Deutsche Bahn
Der Fußball und der Bergbau sind genauso unzertrennlich miteinander verbunden. Dies gilt vermutlich nirgendwo so sehr wie in Gelsenkirchen. Und um dieser Symbiose ein Denkmal zu setzen, hat die DB eines der „Zechentrikots“ aus der Bundesliga-Partie gegen Bayer Leverkusen ersteigert. Das Trikot von Benjamin Stambouli mit dem Schriftzug „Zeche Bismarck“ ist heute von Sven Hantel, Vorstand Produktion der DB Station&Service AG, Stephan Boleslawsky, Regionalbereichsleiter der DB Station&Service AG West, sowie Werner Wöll, Bürgermeister der Stadt Gelsenkirchen, feierlich enthüllt worden.

Mit der Umgestaltung des Bahnhofs zum „Zechenbahnhof“ trägt die DB dazu bei, das Gedenken an die Ära des Steinkohle-Bergbaus aufrechtzuerhalten. „Am Hauptbahnhof haben wir die Geschichte und Kultur der Stadt Gelsenkirchen greifbar gemacht“, so Hantel. „Reisende bekommen sofort einen Eindruck vom Herz dieser Stadt. Und ein besonderes Stück „blaues Herz“ macht den Bahnhof jetzt für alle Bürgerinnen und Bürger erst recht einzigartig.“ Werner Wöll, Bürgermeister der Stadt Gelsenkirchen: „Schalke und die Bergbaugeschichte sind untrennbar miteinander verbunden und unter anderem auch ein Grund für den seit 15 Jahren anhaltenden Touristenboom. Die Zahl der Übernachtungen hat sich in diesem Zeitraum verdreifacht; die Anzahl der Betten mehr als verdoppelt.“

Das ausgestellte Trikot hat Defensivspieler Benjamin Stambouli beim Heimspiel Ende Dezember 2018 gegen Bayer Leverkusen getragen. Das Besondere: die Spieler des FC Schalke 04 sind damals mit einem individuellen Trikot-Schriftzug aufgelaufen. In Erinnerung an das Ende des Ruhr-Bergbaus nach 150 Jahren war auf der Brust jeweils der Name einer Zeche aus Gelsenkirchen und der Region zu sehen. Die getragenen Trikots sind anschließend für einen guten Zweck versteigert worden. Eines davon hat die Deutsche Bahn erstanden: Das getragene Trikot von Benjamin Stambouli mit dem Schriftzug „Graf Bismarck“ auf der Brust wurde Mitte Februar beim Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg an den Regionalbereichsleiter der DB Station&Service, Stephan Boleslawsky, übergeben. Die Trikotübergabe fand vor dem Anpfiff auf dem Rasen der VELTINS-Arena statt. (DB)

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