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 Bahn stellt Programm Digitale Schiene vor
Zukunftsprogramm der Bahn 25.01.2018 - 15:48

Bahn stellt Programm Digitale Schiene vor

Die Modernisierung der Stellwerkstechnik ist eine zentrale Bedingung zur Steigerung der Verkehrskapazitäten. Foto:Archiv
Die Deutsche Bahn will mit der Digitalisierung des gesamten Schienennetzes die Kapazitäten für den Zugverkehr um bis zu 20 Prozent erhöhen und damit tausende zusätzliche Züge am Tag ermöglichen. „Wir werden einen noch nie dagewesenen Entwicklungsschub verwirklichen: mehr Züge, zudem pünktlicher und noch umweltfreundlicher. Das ist ein zentraler Baustein, um das verkehrspolitische Ziel ‚mehr Verkehr auf die Schiene zu holen‘ umzusetzen“, sagte DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla heute bei der Vorstellung des Zukunftsprogramms „Digitale Schiene Deutschland“ im Rahmen des Symposiums Wettbewerb und Regulierung in Berlin. Rund 250 Experten aus der europäischen Verkehrsbranche, aus Politik und Verbänden diskutierten das Vorhaben.
Die Bundesregierung hat eine Machbarkeitsstudie zum Ausbau der neuen funkgesteuerten Signaltechnik ETCS (European Train Control System) und zur Einführung digitaler Stellwerke beauftragt, die bis Mitte 2018 die technische Umsetzung, Zeitplan, Finanzierung sowie den volkswirtschaftlichen Nutzen aufzeigen soll. Die bestehende Stellwerkstechnik, obwohl robust und sicher muss angesichts steigender Transportmengen, die die Schiene in Zukunft bewälten soll, ersetzt werden. Nach ersten Planungen könnten rund 80 Prozent des deutschen Schienennetzes bis 2030 digital, also ohne Signale, betrieben werden. So sollen nach Vorgabe der EU die Wirtschaftsräume entlang verkehrlich wichtiger Korridore, im sogenannten Transeuropäischen Netz, zuerst ausgestattet werden. So wird bis 2022 der 1.450 Kilometer lange Korridor Rhein—Alpen ausgerüstet. Mehr als die Hälfte der Grenzübergänge zu den europäischen Nachbarstaaten auf den europäischen Korridoren sollen bis zu diesem Zeitpunkt mit ETCS ausgerüstet sein.

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