Titel

 RRX-Pläne für Kalkum und Lichtenbroich liegen aus
Sechsgleisiger Ausbau zwischen Düsseldorf Flughafen und Kalkum 05.09.2019 - 15:52

RRX-Pläne für Kalkum und Lichtenbroich liegen aus

Die Infrastrukturplanungen für den RRX in Düsseldorf kommen weiter voran. Nachdem die DB Netz AG die Planungen im PFA 3.0a im März dieses Jahres zur Genehmigung beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht hat, sind die Unterlagen seit Anfang September nun in der Offenlage. Die Bezirksregierung Düsseldorf legt die Planfeststellungsunterlagen zum Rhein-Ruhr-Express für den Bereich zwischen Düsseldorf-Unterrath und Düsseldorf-Kalkum vom 2. September bis 1. Oktober 2019 offen. In diesem Zeitraum können die Unterlagen in den Räumlichkeiten der Stadt Düsseldorf (Amt für Verkehrsmanagement, Auf’m Hennekamp 45, 11. Etage, Zimmer 11.02) sowie online unter https://evit-net.de/RRX_PfA_3-0a eingesehen werden. Bis zum 15. Oktober 2019 können die Bürgerinnen und Bürger Einwendungen und Stellungnahmen bei der Bezirksregierung Düsseldorf oder der Stadt Düsseldorf zu den Planungen abgeben.
Luftbild des Bahnhofs Düsseldorf Flughafen. Ab hier soll der sechsgleisige Ausbau starten. Foto: Deutsche Bahn AG
Während der Offenlage bietet die DB als Vorhabenträgerin Sprechstunden in den Räumlichkeiten der Bezirksverwaltungsstelle 6 (Lichtenbroich - Unterrath - Rath – Mörsenbroich Münsterstraße 519, 40472 Düsseldorf) an, in denen Fragen zu den Plänen an die Fachleute aus dem Projekt gerichtet werden können. Der PFA 3.0a beginnt in Düsseldorf-Unterrath südlich der Straßenüberführung Kieshecker Weg. Er endet an der Gemarkungsgrenze zwischen Düsseldorf-Kalkum und Düsseldorf-Angermund. In Höhe des Düsseldorfer Flughafens beginnt der Ausbau auf sechs Gleise. Die beiden neuen Gleise werden durch die freie Röhre im bestehenden Flugschutzbauwerk unter der südlichen Start- und Landebahn des Düsseldorfer Flughafens hindurchgeführt. Für den RRX entsteht in diesem Abschnitt auch ein zusätzlicher Bahnsteig am Flughafenbahnhof, ein weiterer Bahnsteig wird umgebaut.

Im Bereich des ehemaligen Bahnhofs Kalkum ist der Neubau eines Kreuzungsbauwerkes geplant. Grund für dieses Bauwerk ist der Wechsel von Linien- auf Richtungsbetrieb zwischen Düsseldorf und Duisburg. Ohne dieses Bauwerk müssten die Züge über mehrere Gleise wechseln und würden sich gegenseitig behindern. Von hier aus wird der sechsgleisige Ausbau bis zur Gemarkungsgrenze Angermund auf der Westseite der bestehenden Bahnanlage fortgeführt.

Nach den Ergebnissen des Schallgutachtens ist im Baubereich des PFA 3.0a in Düsseldorf-Lichtenbroich auf der bahnrechten (östlichen) Seite eine Schallschutzwand mit einer Länge von rund 900 Metern und einer Höhe von 6 Metern geplant. Diese wird in Teilen mit dem vorhandenen Wall kombiniert. In Düsseldorf-Kalkum sieht das Schallgutachten auf der bahnlinken (westlichen) Seite eine Schallschutzwand mit einer Länge von 650 Metern und ebenfalls einer Höhe von 6 Metern vor. Auf einer Länge rund 1,8 Kilometer soll zusätzlich das besonders überwachtes Gleis eingesetzt werden. Hierbei wird der akustische Zustand der Schienen jährlich gemessen. Ist ein Grenzwert überschritten werden die Schienen wieder glatt geschliffen. Das reduziert die Lärmbelastung um bis zu drei Dezibel. An insgesamt sechs Gebäuden sind passive Schallschutzmaßnahmen vorgesehen.

Aufgrund der baulichen Veränderung des Verkehrsweges ergibt sich für die Anwohner im Baubereich ein Anspruch auf Schallschutz gemäß des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) in Verbindung mit der Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV). Die Ergebnisse des Gutachtens sind Teil der Planfeststellungsunterlagen. Eine endgültige Entscheidung über die Schallschutzmaßnahmen fällt das Eisenbahn-Bundesamt in seinem Planfeststellungsbeschluss. (DB)

www.rheinruhrexpress.de

« Zurück DruckversionDrucken