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 Eco DeMe Train soll Umweltbelastung senken
Zweikraft-Loks mit Energeispeicher 25.01.2018 - 15:39

Eco DeMe Train soll Umweltbelastung senken

Fotomontage des „Eco DeMe Train“ auf der Basis der Baureihe 245. Quelle: Deutsche Bahn
Mit dem Projekt „Eco DeMe Train“ will die Südostbayernbahn (SOB) zur Verringerung der Umweltbelastung im Großraum München beitragen. Dieses ist Bestandteil des von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Maßnahmenpakets zur Luftreinhaltung in bayerischen Städten. Ausgangsbasis sind die bei der SOB  eingesetzten Lokomotiven der Baureihe 245. Sie können mit Hilfe eines zusätzlichen Stromversorgungswagens zu einer Zweikraft-Lok modifiziert werden. Dieser mit Stromabnehmer versehene Versorgungswagen ist so konzipiert, dass er beispielsweise mit einer Brennstoffzelle oder einem Energiespeicher nachgerüstet werden kann.So wird es möglich, mit der Diesellokomotive auch auf Streckenabschnitten ohne Fahrdraht umweltfreundlich mit Strom zu fahren.
„Eco DeMe Train“ (Eco Dieselelektrisch Multiengine Train) steht für die Entwicklung einer umweltfreundlichen Zweikraft-Lokomotive, die auf teilelektrifizierten Strecken Energie aus der Oberleitung nutzt. Teilelektrifizierte Strecken können bisher ausschließlich mit Dieselzügen befahren werden. So ist beispielsweise die Strecke Mühldorf – München nur zwischen Markt Schwaben und München elektrifiziert. Bisher kann der Fahrdraht von den Regionalzügen jedoch nicht genutzt werden. Allein in diesem Abschnitt sollen durch den Einsatz von acht Eco DeMe Trains jährlich ca. 21.500 kg Stickoxide (NOx) eingespart werden. Das entspricht dem jährlichen Ausstoß von in etwa 12.500 Diesel-PKW der Schadstoffklasse Euro 6. Zudem kann mit Hilfe der Zweikraft-Lokomotive der CO2-Ausstoß um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Allein auf der Strecke München – Mühldorf könnten so mit Energiespeichern jährlich 15,2 Millionen Kilogramm CO2 eingespart werden. Das entspricht dem CO2-Ausstoß von 4.400 Personenhaushalten oder einer Kreisstadt wie Mühldorf am Inn. Die neue Technik soll in naher Zukunft einsatzbereit sein. Die technische Machbarkeit wurde bereits bescheinigt. Dafür erhielt die SOB im Jahr 2016 bereits den „ERCI Innovations Award“ sowie den bayrischen CNA Innovationspreis „Intelligenz für Verkehr und Logistik“. Der Freistaat Bayern prüft ebenfalls eine Förderung des Projekts „EcoTrain“ der Westfrankenbahn mit Sitz in Aschaffenburg. Durch die Verknüpfung einer dieselelektrischen Hybrid-Antriebstechnik mit einem Stromabnehmer und einem intelligenten Energiemanagement lassen sich sowohl die NOx– als auch die CO2–Werte reduzieren. Entsprechende Züge könnten die nicht elektrifizierte Kahlgrundbahn zwischen Schöllkrippen und Kahl emissionsreduziert mit dem elektrifizierten Abschnitt Kahl - Hanau verknüpfen.

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