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 Eurobahn droht die rote Karte
Wegen vieler Probleme 25.01.2018 - 15:49

Eurobahn droht die rote Karte

Das Maß ist offenbar endgültig voll: Der Eurobahn droht als Betreiber des Teutoburger-Wald-Netzes die Kündigung. Aufgrung zahlreicher Zugausfälle, Verspätungen und der Einstellung des Verkehrs in die Niederlande nur einen Tag nach Betriebsaufnahme haben den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) veranlasst, eine Sondersitzung anzusetzen. Konkret geht es um die seit Monaten bestehenden Probleme der Eurobahn bei der Erfüllung der Verkehrsverträge. Wie bereits berichtet hat der NWL bereits Anfang Januar das Unternehmen nach zahlreichen Kundenbeschwerden über schlechte Fahrgastinformationen, Verspätungen und Zugausfälle ermahnt. Das Unternehmen versprach umgehend Besserung, musste aber bereits wenige Tage später erneut einen Rückschlag hinnehmen. Die RB 61 von Bielefeld über Bad Bentheim ins niederländische Hengelo musste bereits nach einem Tag ab Bad Bentheim auf Busbetrieb umgestellt werden, weil die eingesetzten Fahrzeuge vom Typ Flirt 3 Probleme mit dem Systemwechsel an der Grenze haben. Wann diese Probleme behoben sein werden, ist aktuell noch nicht absehbar.
 
Am 7. Februar will nun der NWL zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um über die Probleme auf dem Eurobahn-Netz zu sprechen. Dem Unternehmen soll dort auch die Möglichkeit einer ausführlichen Stellungnahme gegeben werden. Nach dieser Sitzung werde es eine Erklärung geben. Nach Informationen der „Westfälischen Nachrichten” prüft der Verband derzeit die Möglichkeiten die Verträge mit der Eurobahn zu kündigen. Die aktuelle Betriebslage der Eurobahn im Teutoburger Wald-Netz entspreche nicht den vertraglich vereinbarten Leistungen. Auf der Sondersitzung sollen nun Lösungen erörtert werden, wie der Zugverkehr wieder reibungslos laufen kann. Neben einer Kündigung können auch Sanktionen gegen die Eurobahn ausgesprochen werden. Im Fall der Vertragskündigung müsste auch zeitnah ein Ersatzanbieter gefunden werden.

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