Titel

 Baustart zur Modernisierung des Chemnitzer Bahnbogens
Deutsche Bahn und Stadt Chemnitz investieren rund 70 Millionen 30.09.2019 - 14:49

Baustart zur Modernisierung des Chemnitzer Bahnbogens

Die Deutsche Bahn erneuert ab September 2019 den letzten Abschnitt der Schieneninfrastruktur der Sachsen-Franken-Magistrale in Chemnitz. Das rund 2,8 Kilometer lange Teilstück erstreckt sich zwischen der Augustusburger Straße und dem Haltepunkt Chemnitz Mitte und wird auch als Chemnitzer Bahnbogen bezeichnet. Für die Realisierung des Bauvorhabens stellt der Bund den größten Teil der Mittel bereit. Mit einem symbolischen Baubeginn gaben heute Martin Walden, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, gemeinsam mit Hubertus Schröder, Referatsleiter Eisenbahn im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, und Miko Runkel, Rechtsbürgermeister der Stadt Chemnitz, den Startschuss für das Bauvorhaben.

Das Chemnitztalvidadukt muss noch auf seine Modernisierung warten. Zunächst ist der Chemnitzer Bahnbogen an der Reihe. Foto: DB Netz AG/Hendrik Knepper
„Mit der Modernisierung des Chemnitzer Bahnbogens, als Teil der Sachsen-Franken-Magistrale, werden wir für Reisende eine spürbare Verbesserung erreichen. Unter anderem wird mit der Fertigstellung des Streckenumbaus die Reisezeit von Dresden nach Hof um eine Stunde auf etwa zweieinhalb Stunden verkürzt.“, freut sich Konzernbevollmächtigter Martin Walden. „Eine gute ausgebaute Schieneninfrastruktur wirkt sich positiv auf die Attraktivität als Wirtschafts- und Wohnstandort aus. Nicht zuletzt hat das Chemnitztalviadukt auch eine hohe ideelle Bedeutung für Chemnitz. Daher freue ich mich, dass diese historische Eisenbahnbrücke ihren Platz im Chemnitzer Stadtbild behält und auch künftigen Generationen die Ingenieurskunst unserer Vorfahren vor Augen führt. Das Viadukt symbolisiert die Epoche der Industrialisierung, welche Chemnitz und den Freistaat Sachsen insgesamt maßgeblich geprägt hat“, erklärt Staatsminister Martin Dulig.

„Der ‚Chemnitzer Bahnbogen‘ ist derzeit das größte Tiefbauprojekt unserer Stadt. Auch wenn die damit erforderliche Sperrungen, Umleitungen oder andere Verkehrseinschränkungen sicherlich manchmal Geduld fordern, wird das Ergebnis eine wesentliche Verbesserung des Verkehrs auf Schiene und Straße sowie des Stadtbildes von Chemnitz sein“, betont Rechtsbürgermeister Miko Runkel.

Mit dem im Juni 2018 ergangenen Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahnbundesamtes (EBA) zum Projekt „Chemnitzer Bahnbogen“ ist der Neubau von vier Brücken und zwei Haltepunkten im Chemnitzer Teil der Sachsen-Franken-Magistrale genehmigt. Damit kann die Deutsche Bahn in den kommenden rund drei Jahren die gesamten Gleisanlagen erneuern, die Haltepunkte Chemnitz Süd und Chemnitz Mitte barrierefrei ausbauen und vier der fünf bestehenden Brücken im Streckenabschnitt durch neue Bauwerke ersetzen (Baumaßnahmen im Detail siehe angefügten Flyer). Bereits im August dieses Jahres begann die Stadt Chemnitz mit dem Neubau der Straßenbrücke Zschopauer Straße, die über die Eisenbahnstrecken Dresden–Werdau und Chemnitz-Aue führt. Das Vorhaben ist Bestandteil des Bauvorhabens „Chemnitzer Bahnbogen“. Das Brückenbauwerk wird komplett ersetzt. Im Vorfeld erfolgte der Kanalbau auf der Zschopauer Straße.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird das Chemnitzer Viadukt ertüchtigt. Die Planung wird die Deutsche Bahn bis spätestens Ende 2019 zur Genehmigung einreichen. (DB)

« Zurück DruckversionDrucken