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 Genehmigungsverfahren für zusätzliche Lärmschutzwände
Leiseres Mittelrheintal 25.11.2019 - 11:10

Genehmigungsverfahren für zusätzliche Lärmschutzwände

Die Planungen für zusätzliche Lärmschutzwände im Mittelrheintal aus der Machbarkeitsuntersuchung 2014 haben ein wichtiges Etappenziel erreicht: Alle notwendigen Genehmigungs­anträge wurden eingereicht. Begleitend fanden in den letzten Monaten über zehn Informationsveranstaltungen in den Kommunen statt, um die Anwohner über die geplanten Maßnahmen zu informieren. Darüber hinaus konnten auf über 30 Kilometern Schienenstegdämpfer eingebaut werden, die den Lärm um bis zu drei Dezibel reduzieren.

In der Sitzung des Beirates für ein leiseres Mittelrheintal in Koblenz stellte die Deutsche Bahn den aktuellen Stand der Maßnahmenumsetzung sowie den Zeitplan vor. So werden im nächsten Jahr die Planungen in den Kommunen ausgelegt und der Einbau der Schienenstegdämpfer fortgesetzt. Weitere Themen der Sitzung waren der Stand Güterwagenumrüstung sowie die Messstationen des Eisenbahn-Bundesamtes in Lahnstein und Andernach, die im Rahmen des bundesweiten Lärm-Monitorings als zwei von insgesamt 19 Messstellen eingerichtet worden sind.

„Ich freue mich, dass wir im Verfahren für die Lärmschutzwände einen wichtigen Schritt vorangekommen sind. Nun geht es darum, zügig das Baurecht zu erhalten und loszulegen“, sagte Andreas Gehlhaar, Leiter Umwelt und Lärmschutzbeauftragter der Deutschen Bahn. Neben dem Einbau der Schienenstegdämpfer trägt vor allem die Umrüstung der Güterwagen auf moderne, lärmarme Bremsen zu einer Entlastung der Anwohner bei. „Bereits über 90 Prozent unserer Güterwagen fahren inzwischen leiser. Ab Ende 2020 dürfen nach dem Schienenlärmschutzgesetz gar keine lauten Güterwagen mehr auf dem deutschen Schienennetz rollen. Nur so schaffen wir weitere Akzeptanz für den umweltfreundlichen Schienengüterverkehr“, so Gehlhaar weiter.

Über 100 Millionen Euro investieren der Bund, die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die Deutsche Bahn in den nächsten Jahren in rund 70 zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen, wie spezielle Dämpfersysteme an den Schienen, Lärmschutzwände und Geländerausfachungen. Damit wird es für die Anwohner im Weltkulturerbebereich des oberen Mittelrheintals zwischen Koblenz/Lahnstein und Bingen/Rüdesheim sowie in den Orten Weißenthurm, Leutesdorf, Oestrich-Winkel und Eltville leiser werden. (DB)

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