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 Reparaturen am Bahndamm starten im Januar
Strecke Münster - Lünen 06.12.2019 - 14:42

Reparaturen am Bahndamm starten im Januar

Auf dem Streckenabschnitt zwischen Münster und Lünen beginnen ab Januar 2020 umfangreiche Reparaturmaßnahmen am Eisenbahndamm. Innerhalb von acht Monaten erfolgt der Einbau eines Spundwand-Stützbauwerks in den Dammkörper, um diesen langfristig zu stabilisieren. Dabei werden auf einer Gesamtlänge von rund fünf Kilometern in zwei Bereichen (Werne und Ascheberg) beidseitig der Gleise Spundwände eingebracht und horizontal miteinander verspannt. Die Baukosten für die Sanierung liegen bei über 30 Millionen Euro.

Seit Oktober 2019 laufen die Vorbereitungen für die Sanierung bereits auf Hochtouren: Zunächst sind Kampfmittelsondierungen und Kabelarbeiten erfolgt, anschließend waren zudem Vegetationsarbeiten nötig, um die Zuwegung zum Gleis herzustellen. Für die nun anstehenden Sanierungsarbeiten ist eine Vollsperrung der Strecke zwischen Lünen und Davensberg ab dem 6. Januar erforderlich. Mit dem Ende der NRW-Sommerferien 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Der Fernverkehr wird in dieser Zeit weiterhin umgeleitet, der Regionalverkehr der Eurobahn wird durch Busse ersetzt.

Um die Bauzeit auf ein Minimum von acht Monaten zu reduzieren und die Sperrpause möglichst effizient zu nutzen, erfolgen die Arbeiten parallel in beiden Abschnitten. Im Teilbereich Werne ist geplant, die Arbeiten vom Bahnhof Werne in südlicher Richtung nach Lünen über eine Länge von gut drei Kilometern durchzuführen; im Bereich Ascheberg wird sich die Arbeitsrichtung über eine Länge von knapp zwei Kilometern nach Norden Richtung Davensberg erstrecken. Für den Einbau des Stützbauwerkes sind mehr als 8.500 Stahlwände von je 1,2 Metern Breite und rund 1.500 Ankerstangen notwendig, die die Wände im Abstand von circa 3,6 Metern verbinden. Insgesamt erfordert die Sanierung des Bahndammes rund 70.000 m² Stahlbohlen entlang der Gleisachse. Nach dem Einbau des Stützbauwerks werden zudem die Gleise auf den beiden Streckenabschnitten erneuert.

Fahrplanänderungen im Fernverkehr:
Im Fernverkehr entfallen wegen der Umleitung teilweise die Halte in Bochum, Hagen und Dortmund auf den IC-Linien 30 (Hamburg–Stuttgart) und 31 (Hamburg–Nürnberg/Passau). Die anderen Fernverkehrslinien fahren die Städte unverändert an.

Linie 30
Die zweistündliche IC-Linie Hamburg–Bremen–Münster–Köln–Mainz–Stuttgart verkehrt über Recklinghausen - Essen ohne Halt in Dortmund und Bochum, dafür mit einem Zusatzhalt in Gelsenkirchen.

Linie 31
Bei der zweistündlichen IC-Linie Hamburg-Bremen-Münster-Köln-Mainz-Nürnberg/Passau werden in nördlicher Richtung alle Halte angefahren. In südlicher Richtung entfällt der Halt in Hagen. Der Halt in Dortmund bleibt in beiden Richtungen bestehen.

Aktuell sind die Fahrplandaten der Fernverkehrszüge zwischen Münster und Dortmund bis 13. Juni online abrufbar. Für das 2. Halbjahr sind die Fahrplandaten noch in der Detailabstimmung und werden voraussichtlich Ende Januar zur Verfügung stehen. Die DB bittet alle betroffenen Reisenden, sich vor Fahrtantritt über die tatsächlichen Abfahrt- und Ankunftszeiten zu informieren. Reiseverbindungen mit Echtzeitinformationen sind in der Reiseauskunft auf m.bahn.de, in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/reiseauskunft zu finden.

 


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