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 Mehr Zug fürs Oberland
Neufahrzeuge probeweise unterwegs 24.03.2020 - 15:30

Mehr Zug fürs Oberland

Eine komplett neue Fahrzeug­flotte verbessert ab Mitte Juni den Zugverkehr im Bayerischen Oberland. Die ersten Fahrzeuge wurden bereits ausgeliefert und sind derzeit zu Schulungs- und Testfahrten im Probebetrieb im Oberlandnetz unterwegs. Mit der neuen Flotte wollen die Bayerische Eisenbahn­ge­sell­schaft (BEG), die den Regional- und S-Bahnverkehr in Bayern im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert, und die Bayerische Oberlandbahn (BOB) vor allem die Zuverläs­sigkeit für die Fahrgäste erhöhen.

Derzeit ist beabsichtigt, die in die Jahre gekommenen Fahrzeuge der Typen „Talent“ und „Integral“ schrittweise gegen 25 fabrikneue Fahrzeuge des Typs „LINT“ auszutauschen. Im Anschluss an den Probebetrieb, zum kleinen Fahrplan­wechsel Mitte Juni 2020, sollen in einem ersten Schritt die Fahrzeuge des Typs Talent ersetzt werden. Im zweiten Schritt – voraus­sichtlich Ende Juli 2020 – folgt der Austausch der Fahrzeuge des Typs Integral. Zum großen Fahrplan­wechsel im Dezember 2020 kommen sechs weitere Neufahrzeuge hinzu. Dadurch entsteht eine einheitliche Flotte, die zu mehr Betriebs­sta­bilität führt. Die 31 identischen Fahrzeuge lassen sich beliebig miteinander kuppeln, dadurch steigt die Einsatz­fle­xi­bilität der gesamten Flotte. Kapazi­täts­ver­bes­se­rungen und zusätzliche Verbin­dungen werden möglich.

Darüber hinaus wird das Angebot ab Dezember 2020 ausgebaut: Im Berufs­verkehr an Werktagen wird der Halbstun­dentakt am frühen Vormittag und am Abend erweitert. Für den Ausflugs­verkehr am Wochenende gibt es im gesamten Netz mehr Sitzplätze sowie auf den Strecke­nästen nach Tegernsee und Lenggries einen weitge­henden Halbstun­dentakt über den ganzen Tag. „Die Fahrzeuge vom Typ LINT sind langjährig erprobt, wenig störan­fällig und sehr zuverlässig. Im Vergleich zur Bestands­flotte sind die neuen Fahrzeuge deutlich leiser, sie stoßen weniger Schadstoffe aus und sie bieten mehr Fahrkomfort. Unsere Lokführer sind von den Zügen begeistert“, sagt Fabian Amini, Geschäfts­führer der Bayerischen Oberlandbahn. „Unsere Fahrgäste können sich unter anderem auf leistungs­starke Klimaanlagen, ein modernes Fahrgast­in­for­ma­ti­ons­system und Gratis-WLAN freuen.“

Die neuen Züge sollen als Übergangs­lösung bis zur durchgängigen Elektri­fi­zierung der Oberland­strecken zum Einsatz kommen, die für Anfang der dreißiger Jahre angestrebt wird. Parallel soll die Infrastruktur ertüchtigt und ausgebaut werden. Im Ergebnis werden sich daraus weitere Optionen für Angebots­ver­bes­se­rungen ergeben. (BEG)

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