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 Achenseebahn ist insolvent
Verfahren eröffnet 25.03.2020 - 13:15

Achenseebahn ist insolvent

Nach wochenlangem Ringen scheint das Schicksal der Achenseebahn besiegelt. Am heutigen Mittwoch wurde über das Vermögen der Achenseebahn AG am Landesgericht Innsbruck ein Konkursverfahren eröffnet. Betroffen sind 17 Arbeitsplätze, der Weiterbetrieb sei unsicher. Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Insolvenzantrag auf 1,4 Millionen Euro. Nachdem das Land Tirol weitere Zuschüsse abgelehnt hatte, fehlten der Bahn liquide Mittel. Das Szenario, dass die Achenseebahn für immer eingestellt wird, sei nicht ausgeschlossen heißt es vom Landgericht.

Die sechs Kilometer lange Bahnstrecke vom Bahnhof Jenbach bis zur Station Seespitz am Ufer des Achensees wurde im 1889 eröffnet. Zwar habe die Bahn 2019 einen Umsatz von 1,5 Millionen Euro erwirtschaften können, dabei habe sie aber einen Verlust von 250.000 Euro eingefahren. Die Voraussetzung für die Eröffnung der Insolvenz liege trotzdem vor, da keine ausreichenden Mittel für die Begleichung der kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten vorhanden seien. Der Insolvenzverwalter muss nun entscheiden, ob die für Mitte April geplante Aufnahme des Betriebes möglich ist. Allerdings scheint dies aufgrund der derzeitigen Corona-Situation unwahrscheinlich. Eine Insolvent des Unternehmens ist aber nur dann vermeidbar, wenn kurzfristig Geldmittel aufgebracht werden können.

Der Vorstand der Bahn erklärte, dass das Unternehmen den Insolvenzverwalter bei seinen Bemühungen um den Fortbetrieb mit anschließen. Zum Insolvenzverwalter wurde der Innsbrucker Rechtsanwalt Herbert Matzunski bestellt. (ORF,th)

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