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 Bremssysteme der VT 642 werden modernisiert
Knorr Bremse liefert Umrüstsätze 31.03.2020 - 15:19

Bremssysteme der VT 642 werden modernisiert

Die Knorr-Bremse Group, der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen, und die Deutsche Bahn haben einen Rahmenvertrag zur Modernisierung des Bremssystems von Regionaltriebzügen vom Typ VT 642 geschlossen. Über die Vertragslaufzeit bis Ende 2024 liefert Knorr-Bremse mindestens 155 Umrüstsätze der neuen Bremssystemsteuerung ESRA Evolution und unterstützt die Deutsche Bahn mit Schulungen zur Wiederinbetriebnahme der Fahrzeuge nach der Modernisierung.
Die Triebzüge der Baureihe 642 werden einer Modernisierung der Bremssysteme unterzogen. Foto: Deutsche Bahn
Über die Vertragslaufzeit bis Ende 2024 wird Knorr-Bremse mindestens 155 Umrüstsätze der neuen Bremssystemsteuerung ESRA Evolution ausliefern. Bis Ende Januar 2020 hat Knorr-Bremse bereits fünf Exemplare der neuen Bremssteuerung bereitgestellt; pro Jahr beläuft sich die Auslieferung auf mindestens 30 Stück. Die Modernisierungsarbeiten erfolgen in den Werkstätten der Deutschen Bahn in Chemnitz und Erfurt. Vor Ort wird Knorr-Bremse RailServices die erste Inbetriebnahme unterstützen und Mitarbeiter der Deutschen Bahn darin schulen, die neue Bremssystemsteuerung in das Bremssystem der Regionalfahrzeuge zu integrieren.

„Die Modernisierungsmaßnahme hilft, das Betriebsleben der Fahrzeuge zu verlängern und Obsoleszenzrisiken – die Aussonderung ganzer Fahrzeuge wegen veralteter Komponenten – zu vermeiden. Damit steht sie ganz im Zeichen eines auf Langlebigkeit ausgelegten Einsatzes von Ressourcen“, sagt Mark Cleobury, Geschäftsführer bei der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH.

Bereits vor dem Zustandekommen des Rahmenvertrags hatte Knorr-Bremse beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) eine uneingeschränkte Serienzulassung für ein modernisiertes Prototypenfahrzeug der Baureihe VT 642 erwirkt – das erste Mal in der Geschichte des Unternehmens. Damit können beliebig viele mit der Prototypenmodernisierung der Bremssystemsteuerung übereinstimmende Fahrzeuge umgerüstet werden und in den öffentlichen Fahrbetrieb gehen. Entscheidend für die Erteilung der sogenannten Inbetriebnahmegenehmigung (IBG) war, dass die Ausführung der Bremssteuerung allen aktuellen Anforderungen genügt sowie dass sie schnittstellengleich in das Bestandsfahrzeug integriert werden konnte. Untermauert wurde dies von Knorr-Bremse durch eine mit entsprechenden Experten durchgeführte Sicherheitsbewertung nach der Common Safety Method (CSM).

Mit dem geschlossenen Rahmenvertrag sowie der uneingeschränkten IBG für Fahrzeuge vom Typ VT 642 mit identischer Bremssteuerungsmodernisierung wird Knorr-Bremse zahlreiche Vorteile der weltweit eingesetzten ESRA Evolution Bremssteuerung nutzen können. Dazu zählen eine erhöhte Verfügbarkeit von Ersatzteilen sowie ein verbesserter Gleitschutz, der den Technischen Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI) und damit EU-weiten Regelungen entspricht. (Knorr Bremse)

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