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 Startschuss im Herzen von Innsbruck
Haltestelle InnsbruckMesse 30.04.2020 - 16:07

Startschuss im Herzen von Innsbruck

Ende April starten die ÖBB mit den Arbeiten an der neuen Haltestelle Innsbruck Messe. Aufgrund der vorherrschenden Situation im Bezug auf COVID-19 stellt dieser Startschuss die ÖBB-Infrastruktur AG als Bauherrin vor ganz besondere Herausforderungen. Stehen doch die Gesundheit und das Wohl aller Beteiligten an oberster Stelle. Deshalb unternimmt die ÖBB-Infrastruktur AG gemeinsam mit den Projektbeteiligten alle Anstrengungen, um die Gesundheit und Sicherheit der auf der Baustelle tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Erfüllung ihrer Aufgaben bestmöglich zu schützen.

Gemeinsam mit allen Auftragnehmern wird größter Wert auf die Einhaltung der Sicherheitsstandards wie Arbeitshygiene auf der Baustelle, zeitliche Entflechtung der Arbeiten, Einhaltung der notwendigen Abstände, etc., gelegt. Ab Dezember 2021 steht den Kundinnen und Kunden eine moderne Mobilitätsstation mit barrierefreien Zugängen zu den S-Bahn-Zügen zur Verfügung. Die Projektpartner ÖBB-Infrastruktur AG, Land Tirol und die Stadt Innsbruck investieren insgesamt rund 10 Millionen Euro in die neue Mobilitätsstation.

Visualisierung: Ostertag Architects
"Mit dem Baustart der neuen Haltestelle Innsbruck Messe beweisen die ÖBB einmal mehr, dass auch in schwierigen Zeiten auf sie Verlass ist. Diese Haltestelle ist mehr als nur eine gewöhnliche S-Bahn-Haltestelle. Als wichtiger Bestandteil des Ausbaukonzeptes für fünf neue Haltestellen im Großraum von Innsbruck bildet sie einen wichtigen Bestandteil für eine neue Öffi-Kultur in unserem Land und leistet gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele in unserem Land. Sowohl Anrainerinnen und Anrainer, als auch Besucherinnen und Besucher der Messe Innsbruck oder dieses wunderschönen Stadtteiles werden künftig davon profitieren und damit den Hauptbahnhof spürbar entlasten", freut sich Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe und ergänzt, dass "gerade jetzt klimafitte Investitionen in Bahninfrastrukturen wesentliche Impulse für das Wiederhochfahren der Tiroler Wirtschaft sind."

Auch für Bürgermeister Georg Willi steht der enorme Mehrwert der neuen Haltestelle im Vordergrund. "Angesichts der Covid-19-Pandemie hat unser persönliches, aber auch unser wirtschaftliches Leben eine unvergleichliche Notbremsung hinlegen müssen. Jetzt haben wir gemeinsam die erste Hürde genommen und versuchen langsam und Stück für Stück zu mehr Normalität zurückzukehren. Auch in nächster Zeit ist ein Fahren auf Sicht - mit allen notwendigen Sicherheitsvorkehrungen - unmgänglich. So richtig in Fahrt, werden wir wohl erst nach der Pandemie kommen. Die Entscheidung den Baustart der Haltestelle Messe vorzuziehen, hilft uns jetzt Arbeitsplätze zu sichern und vor allem nächstes Jahr gemeinsam so richtig durchzustarten", so Georg Willi, Bürgermeister der Landeshauptstadt Innsbruck

Die neue Haltestelle Innsbruck Messe im Herzen der Tiroler Landeshauptstadt bietet sowohl für Anrainerinnen und Anrainer, als auch für Besucherinnen und Besucher dieses Stadtteiles sowie der Messe Innsbruck eine optimale Erreichbarkeit des öffentlichen Verkehrsnetzes. "Die ÖBB sind ein verlässlicher Motor zur Ankurbelung der Wirtschaft. Deshalb ist die Umsetzung von im öffentlichen Interesse liegenden Bauprojekten gerade in diesen Tagen besonders wichtig für den Wirtschaftskreislauf. Mit dem Baustart der neuen Haltestelle Innsbruck Messe im Herzen der Tiroler Landeshauptstadt denken wir heute schon an die Zeit nach der Krise. Denn durch eine wohnort- und arbeitsplatznahe Mobilitätsinfrastruktur sowie ein dichtes Angebot auf der Schiene wollen wir noch mehr Menschen vom Umstieg auf den umweltfreundlichen öffentlichen Verkehr überzeugen.

Während der Bauphase unternehmen wir gemeinsam mit unseren Vertragspartnern natürlich alle Anstrengungen, um die Gesundheit der auf der Baustelle tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Erfüllung ihrer Aufgaben bestmöglich zu schützen", so Franz Bauer, Vorstandsdirektor ÖBB-Infrastruktur AG. Auch die Wirtschaftsbetriebe im Umfeld der neuen Haltestelle profitieren von der neuen Anbindung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dadurch direkt an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Ab Dezember 2021 sind die S-Bahn-Züge in der neuen Haltestelle auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Fahrrädern, schwerem Gepäck oder Kinderwagen problemlos zu erreichen. Liftanlagen und großzügige Erschließungsflächen bringen die Fahrgäste künftig komfortabel zu den neuen Bahnsteigen. Witterungsgeschützte Wartekojen bieten ausreichen Schutz vor Wind, Regen oder Schneefall, zusätzlich wird die Haltestelle mit einem Wegeleitsystem sowie mit Monitoren im Echtzeitformat ausgestattet.

Der Startschuss für den Bau der neuen Haltestelle Innsbruck-Messe ist Teil des Neu- und Ausbaukonzeptes für fünf neue Haltestelle im Großraum Innsbruck. Bereits im Herbst 2017 wurde als Auftaktprojekt die Halstestelle Hall-Thaur in Betrieb genommen. Aktuell laufen bereits weitere Planungen für die Modernisierung des Innsbrucker Westbahnhofes, die neue Haltestelle Innsbruck-WIFI und den Bahnhof Innsbruck-Hötting. Insgesamt werden 150 Ankerstangen mit einer Gesamtlänge von 1.275 Meter durch das Viadukt gebohrt, um die neuen Bahnsteige zu befestigen. Auf den Bahnsteigen selbst werden 700 m² Pflastersteine verlegt. Zudem werden über 1.000 m³ Beton verbaut, sowie 400 Betonfertigteile und 115 Tonnen Betonstahl verarbeitet. Für die neuen Bahnsteige und die Oberleitungsmasten werden rund 227 Tonnen Stahl benötigt. In die Bahnsteigdächer werden rund 150 Tonnen Stahl verarbeitet. Zudem werden rund 1.000 m² Glasfläche bei den Aufgangsbauwerken sowie neue Lärmschutzwände auf einer Länge von rund 300 Laufmetern und eine neue Bike+Ride-Anlage errichtet. (ÖBB)

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