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 Neue Züge für die Bayerische Oberlandbahn
Auftakt für den Flottentausch in Holzkirchen 25.05.2020 - 14:41

Neue Züge für die Bayerische Oberlandbahn

Eine neue Fahrzeugflotte verbessert ab 14. Juni 2020 den Zugverkehr im Bayerischen Oberland. Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer hat heute am Bahnhof in Holzkirchen gemeinsam mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner, den Geschäftsführern der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), der Transdev sowie der Bayerischen Oberlandbahn GmbH offiziell das Startsignal für den Flottentausch gegeben. „Die neuen, moderneren Fahrzeuge bringen einen echten Mehrwert“, so die Ministerin.

„Weniger Zugausfälle, mehr Pünktlichkeit, längere Züge und zusätzliche Verbindungen – das sind gute Nachrichten für alle Fahrgäste auf den Strecken von München nach Lenggries, Tegernsee und Bayrischzell.“ Landtagspräsidentin Aigner unterstrich: „Der Flottentausch ist ein wichtiger Schritt hin zu einer zeitgemäßen Mobilität im Oberland. Wir können damit die Zeit bis zur vollständigen Elektrifizierung der Strecken bestmöglich überbrücken.“
Josef Niedermaier (Landrat Bad Tölz-Wolfratshausen), Frank Gärtner (Geschäftsführer Firma Remondis), Martin Bachhuber (MdL), Tobias Heinemann (Vorsitzender Geschäftsführung Transdev), Alexander Radwan (MdB), Bärbel Fuchs (Geschäftsführerin BEG), Olaf von Löwis (Landrat Miesbach), Ilse Aigner (Landtagspräsidentin), Kerstin Schreyer (Verkehrsministerin), Fabian Amini (Geschäftsführer Bayerische Oberlandbahn). Foto: Staatsministerium
Zum kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni 2020 starten die ersten neun Neufahrzeuge. Bis Ende August kommen weitere 16 hinzu. Zum großen Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2020 soll schließlich die komplette Flotte mit insgesamt 31 Neufahrzeugen im Einsatz sein. Die neuen Züge vom Typ „LINT“, die künftig unter der Dachmarke BRB im Oberland verkehren, sind europaweit bereits seit Jahren im Einsatz und sehr zuverlässig sowie deutlich leiser als die bisherige Flotte. Trotz Dieselantriebs stoßen sie deutlich weniger Schadstoffe aus als bisher. Außerdem lassen sie sich beliebig miteinander kuppeln, wodurch sie je nach Bedarf verlängert werden können.

Sechs zusätzliche, vom Freistaat finanzierte Züge ermöglichen es zudem, die Betriebsstabilität zu erhöhen sowie zusätzliche Kapazitäten und weitere Verbindungen bereitzustellen: „Ab Dezember 2020 bauen wir das Fahrplanangebot aus“, so Ministerin Schreyer. „Im Berufsverkehr an Werktagen wird der Halbstundentakt am frühen Vormittag und am Abend ausgeweitet.“ Bärbel Fuchs, Sprecherin der Geschäftsführung der BEG, die den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert, ergänzte: „Auch im Ausflugsverkehr am Wochenende wird es im gesamten Netz mehr Sitzplätze geben und auf den Strecken nach Tegernsee und Lenggries wird künftig ganztags weitestgehend ein Halbstundentakt gefahren. Mit der künftig einheitlichen und erweiterten Fahrzeugflotte können wir das Nahverkehrsangebot kontinuierlich weiterentwickeln.“

Tobias Heinemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Transdev GmbH, betonte, dass der Austausch der Bestandsflotte auf Kosten des Unternehmens erfolgt: „Das ist eine bislang in Bayern einmalige Sache. Es ist uns ein besonderes Anliegen, damit unseren Anspruch als Qualitätsanbieter im Schienenpersonennahverkehr zu unterstreichen.“ Fabian Amini, Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn GmbH, verspricht zudem ein neues Mobilitätserlebnis: „Ich freue mich natürlich vor allem für unsere Fahrgäste, für die wir nun endlich wieder mit attraktivem Fahrkomfort in unserer Heimatregion unterwegs sein können. Unsere neuen Züge bieten modernste Fahrgastinformationssysteme, Gratis-WLAN, Steckdosen in jeder Sitzgruppe und natürlich leistungsstarke Klimaanlagen für angenehmes Reisen zu jeder Jahreszeit.“

Der Flottentausch ist Teil eines zukunftsorientierten Gesamtkonzepts und macht schnell spürbare Verbesserungen möglich. In den kommenden Jahren werden weitere Maßnahmen umgesetzt, um die Schieneninfrastruktur im Oberland Schritt für Schritt zu verbessern. Unter anderem wird teils veraltete Signal- und Stellwerkstechnik modernisiert und mehrere Bahnübergänge werden erneuert. Schließlich ist es das Ziel, das Oberlandnetz bis Ende dieses Jahrzehnts vollständig zu elektrifizieren und langfristig den 30-Minuten-Takt zu ermöglichen. (Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr)

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