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 Verbände begrüßen Masterplan Schienenverkehr
Wichtiges Bekenntnis der Politik

Verbände begrüßen Masterplan Schienenverkehr

Als „wichtiges Bekenntnis der Politik zum Ausbau der klimafreundlichen Schiene in Deutschland“ begrüßt die Allianz pro Schiene die Ergebnisse des Schienengipfels. „Trotz Corona-Krise hält die Bundesregierung am Ziel fest, die Fahrgastzahlen in Deutschland zu verdoppeln“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, am Dienstag in Berlin. „Im Güterverkehr legt sie sich erstmals offiziell darauf fest, dass der Marktanteil der Schiene bis 2030 auf mindestens 25 Prozent steigen soll. Beides sind gerade in Corona-Zeiten Signale von großer politischer Bedeutung“, so Flege. „Jetzt kommt es auf die Umsetzung an, damit aus dem versprochenen Jahrzehnt der Schiene nicht ein Jahrzehnt der Ankündigungen wird.“

Reisen mit der Bahn soll schneller und klimafreundlicher werden. Dazu wurde ein Masterplan unterzeichnet. Foto. DB-AG, Kai Michael Neuhold
Zu den erfreulichen Resultaten zählt die Allianz pro Schiene die Festlegung auf die Einführung des Deutschlandtakts. „Mit dem Deutschlandtakt hat die deutsche Verkehrspolitik einen Plan für eine klimafreundliche Mobilität mit einem höheren Marktanteil der Schiene“, betonte Flege. „Nun kommt es darauf an, dass dieser Plan so schnell wie möglich Realität wird.“ Für die Allianz pro Schiene unterzeichnete Geschäftsführer Dirk Flege als einer von fünf Verbandsvertretern vor Ort im Bundesverkehrsministerium den Schienenpakt mit der Bundesregierung.

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt, dass sich erstmals alle Akteure einer gemeinsamen Vision verschrieben haben. Die Willensbekundungen müssen nun schnellstens zur Umsetzung gebracht und dafür der gesetzliche Rahmen geschaffen werden. Der Masterplan soll regelmäßig evaluiert und fortgeschrieben werden. „Erstmals seit der Bahnreform 1994 haben wir wieder ein Konzept für die Schiene“, freut sich Lukas Iffländer, stellvertretender Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn. Er fordert aber auch, dass der Plan jetzt in die Realität umgesetzt werden. muss „Aus den Willenserklärungen des Bundes müssen Bundesgesetze werden. Und zwar noch rechtzeitig, dass wir nicht nächstes Jahr wieder Zeit durch Koalitionsverhandlungen verlieren“, fordert Iffländer. Besonderes Augenmerk legen die Fahrgastvertreter dabei auf den Deutschlandtakt. Dazu muss das Bundesschienenwegeausbaugesetz überarbeitet werden. Auch wenn es aus Fahrgastsicht noch vereinzelt Verbesserungspotenzial gibt, sollte der jetzige Stand beschlossen und schnellstens die kurz- und langfristige Finanzierung geregelt werden. (Allianz pro Schiene, Pro Bahn )

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