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 Unhaltbare Zustände am Bahnhof Hamburg-Altona
Zunehmende Verwahrlosung 27.07.2020 - 14:11

Unhaltbare Zustände am Bahnhof Hamburg-Altona

Entsprechend des von der alten und neuen Bürgerschaft bestätigten Verständigungspapiers zwischen der DB AG dem Senat  und dem VCD ist das Bestandsgebäude des Bahnhofs Altona unabhängig von einem möglichen neuen Fern- und Regionalbahnhof Diebsteich zu sanieren und besser als bisher instand zu halten. Fünf Monate nach diesem Abkommen hat sich Prellbock am Bahnhof Altona umgesehen und kommt zu einer vernichtenden Einschätzung der Hygienesituation, was insbesondere in Zeiten von Corona nicht zu tolerieren ist! Von den im Februar 2020 verbindlich zugesagten Reinigungs- und Sanierungsmaßnahmen wurde trotz der von Senator Dressel propagierten neuen Kontrollinstanz VCD bislang keine einzige ausgeführt.
Überall ist Taubendreck und die Tauben brüten sogar direkt über der Essensausgabe von McDonalds. Sie haben auf Zierstangen und Wandvorsprüngen ideale Sitzmöglichkeiten. Das Parkhaus stinkt auf allen Etagen nach Urin und wird mangels kostenfreier Toilette im Bahnhof auch von den zahlreichen Obdachlosen zur Notdurft genutzt. Die unklaren Besitzverhältnisse des Parkhauses und damit die Zuständigkeiten – über die seit fast einem Jahr vor Gericht gestritten wird – begünstigen die ekelhafte Situation.

Auf den Gleisen und insbesondere um die Prellböcke liegt haufenweise Müll. Das ist die denkbar schlechteste Visitenkarte Hamburgs für die ankommenden und abreisenden Touristen. Nicht nur auf den Bahnsteigen, sondern auch im gesamten Bahnhofsumfeld befinden sich zahlreiche gefährliche Tritt- und Stolperfallen, die teilweise schon seit Jahren farblich markiert auf eine Reparatur warten. Obwohl die grüne Bezirksamtschefin Stefanie von Berg Anfang des Jahres von Prellbock schriftlich auf die unhaltbare Zustände im Bahnhofsumfeld hingewiesen und Abhilfe zugesagt wurde, getan hat sich immer noch nichts getan.

Ein weiteres Übel ist die Fahrrad-Abstellsituation. Für über 2.000 Rädern, die täglich im, am und im näheren Umfeld des Bahnhofs Altona abgestellt werden, gibt es keine Abstellanlagen und die Räder sind Wind, Wetter und dem Vogelkot ausgesetzt. Zur dringend notwendigen Verbesserung der insgesamt unhaltbaren Zustände schlägt Prellbock vor, auf der untersten Parkhaus-Etage einen Sanitär-Container aufzustellen und im ansonsten nicht ausgelasteten Parkaus Fahrrad-Abstellanlagen in ausreichender Zahl zu montieren.

Dazu Michael Jung, Sprecher der Bürgerinitiative Prellbock e.V.: „Wenn die DB AG und der Hamburger Senat ihr Abkommen ernst nehmen und die Beteiligung des VCD mehr als ein Feigenblatt sein soll, , dann muss  unter Maßgabe eines wirkungsvollen Hygienekonzeptes der Bahnhof Altona gründlichst gesäubert und zeitnah mit der grundlegenden Instandsetzung begonnen werden. Das ist allemal kostengünstiger und klimaschonender als der Abriss und Neubau eines Fern- und Regionalbahnhofs Diebsteich.“ (Prellbock Altona)

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