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 Letzte Zugausfälle für Elektrifizierung im Allgäu
Projekt geht in die finale Phase

Letzte Zugausfälle für Elektrifizierung im Allgäu

Ausflügler mit der Bahn in Richtung Allgäu und Bodensee sollten sich im August vorab über den Fahrplan informieren. Denn sowohl zwischen Buchloe und Mindelheim als auch auf den Strecken von Lindau Richtung Hergatz, Friedrichshafen und Bregenz kommt es jeweils für gut drei Wochen zu Gleissperrungen mit Schienenersatzverkehr (SEV). Auf der Zielgeraden des Bahnausbaus rückt der Bahnhof in Türkheim noch einmal ins Blickfeld. Dort tauscht die Bahn von Mittwoch, 5. August, bis einschließlich Mittwoch, 26. August, vier Weichen im westlichen Bahnhofsbereich aus. Im Stellwerk und an den Signalen sind noch letzte Arbeiten nötig.

Im genannten Zeitraum werden die Züge zwischen Buchloe und Mindelheim sowie zwischen Türkheim und Bad Wörishofen durch Busse ersetzt. Die Busse benötigen eine etwas längere Fahrzeit als die ausfallenden Züge. Sie sind so getaktet, dass auf der Strecke München – Memmingen die Zuganschlüsse in Mindelheim und auf der Strecke Bad Wörishofen – Türkheim die Zuganschlüsse in Türkheim erreicht werden. Nicht betroffen ist der Zugverkehr von München bzw. Augsburg über Buchloe in Richtung Kempten, Füssen oder Oberstdorf.

m Sommer 2020 bündelt die Bahn die Arbeiten im Bahnknoten Lindau. In einer ebenfalls dreiwöchigen Gleissperrung von Samstag 8. August, bis einschließlich Sonntag, 30. August, findet auf den Strecken von und nach Lindau eingeschränkter bzw. kein Zugverkehr statt. Auch hier gibt es einen SEV zwischen Lindau und Hergatz (Strecken Richtung Kempten, Memmingen und Kißlegg), zwischen Lindau und Kressbronn (Strecke Richtung Friedrichshafen) sowie Lindau und Lochau-Hörbranz (Stecke Richtung Bregenz). Da die Busse eine längere Fahrzeit haben, fahren sie in Lindau früher ab bzw. kommen dort später an als die ausfallenden Züge. Vom 27. – 30. August wird der SEV auf der Strecke Richtung Kempten/Oberstdorf bis Oberstaufen verlängert. Rollstühle und Kinderwagen können in den Bussen mitgenommen werden, Fahrräder jedoch nicht.

In Lindau macht es die Vielzahl von parallel durchzuführenden Baumaßnahmen notwendig, dass die Arbeiten teilweise nachts und am Wochenende stattfinden. Wo immer möglich, werden die lärmintensiven Arbeiten tagsüber durchgeführt. Die Bündelung der Arbeiten auf einen Zeitraum ohne Zugfahrten lassen eine Zeitersparnis im weiteren Bauverlauf zu. Die Bauarbeiten werden die durch das Eisenbahn-Bundesamt festgelegten Lärmschutzgrenzen nicht überschreiten.  Im Einzelnen finden in Reutin letzte Gleisbauarbeiten im Bereich der neuen Verkehrsstation statt. Südlich der Verkehrsstation entsteht die neue Abstell- und Tankanlage. Der Bereich Reutin erhält zudem neue Oberleitungen. Weitere Maßnahmen im Knoten Lindau betreffen den Lärmschutz – auf einer Gesamtlänge von rund 3,7 Kilometern errichtet die Bahn Schallschutzwände. Auf der Strecke nach Hergatz erneuert die Bahn auf drei Kilometer die Gleise. Auch auf der Südbahn finden im Bereich Lindau-Aeschach Oberleitungs-, Gleis- und Brückenarbeiten statt. (DB)

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