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 Mobifair-Mitgliederversammlung per Video
Coronagerechte Umsetzung

Mobifair-Mitgliederversammlung per Video

Die diesjährige mobifair-Mitgliederversammlung war trotz Corona erfolgreich. Die Übertragung und der Kontakt mit den Mitgliedern hat per Video-Stream funktioniert. Alle Regeln und Vereinsvorgaben konnten eingehalten werden. Die Beschlüsse wurden im Sinne der Satzung ordnungsgemäß gefasst. Danke an alle – für das große Interesse und die tolle Disziplin, die für eine Video-Veranstaltung notwendig ist. Punkt 11 Uhr ging es los. Der amtierende Vorsitzende des Präsidiums Jörg Krüger begrüßte die fast 100 Mitglieder, die sich eingewählt hatten. Die Beschlussfähigkeit wurde festgestellt und es gab keine Einwände gegen die Tagesordnung und Geschäftsordnung.

mobifair-Vorstand Dirk Schlömer übernahm den ersten Teil des satzungsgemäßen Jahresberichtes. Er referierte über die erfreuliche Vereinsentwicklung und den Stand der Mitgliederzahlen. Danach informierte das neue Vorstandsmitglied Dirk Schlömer über das Hauptprojekt des Vereins zum Thema „Personalübergang und Sozialstandards (Tariftreue)“.

Die Bestrebungen positiven Einfluss auf den Wettbewerb, vor allem im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu nehmen, begleitet mobifair das ganze Jahr. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Martin Burkert führte Dirk Schlömer eine Minister-Tour durch. Bei den Verkehrsministern der Länder warb er für fairen Wettbewerb. Personalübergang und Tarifbindung als Werkzeuge für die Sicherung der Lohn- und Sozialstandards der Beschäftigten. Im internationalen Bereich wurden trotz Corona weitere Schritte unternommen. Der gemeinsame Workshop mit Kolleg*innen aus Dänemark und Schweden musste zwar verlegt werden, aber ein erster interessanter Austausch fand in einer Video-Konferenz bereits statt. Das ist nur der Anfang.

Der Vorsitzende des Vorstandes von mobifair, Helmut Diener, informierte im weiteren Teil des Jahresberichtes über die Ausschreibungen bei den Busverkehren und den Aktionen und Angeboten, die mobifair im Rahmen des Projektes aktiv vor Ort begleitet. Er rief die Aktivisten in der Busbranche auf hier noch aktiver zu werden. Wir sind dabei! Ein großes Thema in 2020 waren Leiharbeit und Werkverträge. mobifair hat mit Recherchen zum Teil kriminelles Verhalten festgestellt. Es haben sich sogenannte „Sub-Sohlen“ gebildet, die scheinbar nicht mehr kontrollierbar sind. Der Fleischskandal legte ein Brennglas auf die abscheulichen Bedingungen unter denen Menschen arbeiten müssen. Doch die Fleischindustrie ist nur der Leuchtturm. Auch im Verkehrsmarkt gibt es Handlungsbedarf per Gesetz gegenzusteuern und die Verursacher und Täter anzuklagen.

Die mobifair-GmbH vergrößerte dieses Jahr ihre Angebotspalette mit dem Schwerpunkt der Beratung für die Bekämpfung von prekärer Arbeit durch Werkverträge. Mit einem neuen Konzept für ein Sozialzertifikat und für eine Präqualifizierung über die „soziale“ Eignung, als Bewerber im Verkehrsmarkt aktiv zu werden, will man die Guten im Markt nicht nur unterstützen, sondern auch helfen den Weg durch so manche verschlossene „Billig-Tür“ zu finden.

Zum Thema mobifair International übernahm erneut Dirk Schlömer.  Der europäische Green Deal wird den Verein die nächsten Jahre stetig begleiten. Gerade im europäischen Kontext und den internationalen Netzwerken des Vereins, allen voran mobifair Luxemburg und mobifair Österreich. Gemeinsam verabschiedete mobifair International eine Resolution zum Green Deal unter dem Motto: „Jetzt die richtigen Weichen stellen!“ Im Mittelpunkt stehen hier der Klimawandel und die Reduzierung der Treibhausgase bis 2050. Die Verlagerung der Verkehre auf die Schiene und die notwendige Anpassung der Infrastruktur im Vordergrund sind Wege diese Ziele zu erreichen, aber dabei bedarf es hoher Planungen, Investitionen und einer Menge Arbeit. Im Anschluss stellte Wirtschaftsprüfer Hans-J. Rath von der WST Hansaberatung den Jahresabschluss 2019 vor und Rechnungsprüfer Michael Küster von der DEVK teilte den Revisionsbericht mit den anwesenden Vereinsmitgliedern. Diese entlasteten das Präsidium und die Rechnungsprüfer. Dirk Schlömer legte anschließend den Haushaltsplan für 2021 vor. Dabei spielte Corona wieder eine große Rolle. Die Kosten werden 2021 höher ausfallen, da durch die Pandemie viele Veranstaltungen verschoben wurden und Kosten im Umgang mit dem Virus entstehen. Anträge gab es dieses Jahr keine zu bearbeiten. (mobifair)

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