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 Probebetrieb mit neuen Skoda-Fahrzeugen
Fahrplanwechsel in Bayern

Probebetrieb mit neuen Skoda-Fahrzeugen

Dieses Jahr dürfen sich die Fahrgäste von DB Regio Bayern ganz besonders auf den Fahrplanwechsel am 13.12.2020 freuen: Denn mit einer ganzen Reihe von Neufahrzeugen wird das Bahnfahren in Bayern dann noch komfortabler und moderner. Heute ist der Probebetrieb mit den neuen Fahrzeugen des Herstellers Skoda gestartet. Der Probebetrieb findet bis zum 10.12.20 immer von Montag bis Donnerstag auf den Strecken München - Treuchtlingen und München - Ingolstadt statt.
Ab Fahrplanwechsel am 13.12.20 werden die Züge dann sukzessive in ihrem eigentlichen Einsatzgebiet, dem RE 1 (München-Nürnberg-Express) fahren. Anfangs wird nur ein Fahrzeug pro Tag eingesetzt, im Laufe des Jahres 2021 werden dann nach und nach alle Züge des RE 1 zwischen München und Nürnberg auf die neuen Fahrzeuge umgestellt. Die neuen Fahrzeuge des Herstellers Skoda bieten deutlich mehr Plätze (676 statt 413), verfügen über eine rollstuhlgerechte Einrichtung und mehr Fahrradstellplätze. Auch die Einstiege sind mit breiten Schiebetüren versehen und barrierefrei.
Ellok der Baureihe 102 und Dosto von Skoda im Münchener Hautpbahnhof Foto: DB/AG-Uwe Miethe
Durch den Einsatz der neuen Skoda Fahrzeuge kann ab 13.12.2020 am Morgen eine weitere umsteigefreie, schnelle Verbindung von Nürnberg nach München (Abfahrt 6.05 Uhr Nürnberg Hbf) und am Nachmittag eine weitere umsteigefreie, schnelle Verbindung von München bis Nürnberg (Abfahrt 16.22 Uhr München Hbf) angeboten werden. „Wir freuen uns sehr, dass die neuen Skoda nun endlich zum Einsatz kommen. Der Zulassungsprozess hat sich leider als sehr komplex erwiesen, dadurch hat sich der Einsatz der Fahrzeuge immer wieder verzögert. Wir hatten dabei immer unsere Kunden im Blick, deswegen war uns vor allem immer wichtig, am Ende ein funktionierendes, verlässliches Produkt auf die Schiene zu bringen“, so Hansrüdiger Fritz, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bayern. Mit dem Hersteller werde weiter kontinuierlich an der Optimierung der Fahrzeuge gearbeitet.

Auch im Allgäu rollt DB Regio Bayern mit einer komplett neuen Fahrzeugflotte an. Der Freistaat Bayern hat mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) dafür die Weichen gestellt. Die BEG plant, finanziert und kontrolliert den Regional- und S-Bahn-Verkehr im Auftrag des Bayerischen Verkehrsministeriums. Die DB wird 2021 im Allgäu mit einer der modernsten Fahrzeugflotten in Deutschland unterwegs sein. Fast 80 neue und rundum erneuerte Fahrzeuge sind dann im Einsatz. Und auch weiter nördlich, in Franken, dürfen sich die Fahrgäste von DB Regio Bayern über weitere Neufahrzeuge freuen: Bei der S-Bahn Nürnberg fahren bereits seit Juni 2020 die ersten Fahrzeuge der Baureihe 1440 / Coradia Continental des Herstellers ALSTOM. Ab dem Fahrplanwechsel ist dann die komplette Flotte von 27 Fahrzeugen im Einsatz: Dann werden die Linien S1 und S5 komplett mit Neufahrzeugen betrieben, auf den übrigen Linien fahren die bewährten Fahrzeuge der Baureihe ET 442. Planmäßig fahren dann im gesamten S-Bahnnetz Nürnberg nur noch moderne elektrische Züge.

Im Ringzug West gibt es auf dem Streckenabschnitt Augsburg - Treuchtlingen am Samstagnachmittag zwei und am Sonntag sechs zusätzliche Zugpaare. Im Diesel-Netz Allgäu übernimmt DB Regio ab Fahrplanwechsel die Verkehre des ALEX von München nach Oberstdorf/Lindau. Außerdem wird der neue Halt Lindau-Reutin zweistündlich angebunden. Bei der Mittelfrankenbahn können durch die Einführung der Mischtraktion (VT 648 + 622) die Sitzplatzkapazitäten erhöht werden. Außerdem erfolgt der Fahrkartenverkauf künftig über Automaten im Zug. Bei der Mittelschwabenbahn erfolgt die Umstellung des Verkaufs bereits zum Fahrplanwechsel.

Zum Fahrplanwechsel wird die Kindermitnahmeregelung beim Bayern-Ticket und beim Quer-durchs-Land-Ticket angepasst und kundenfreundlicher gestaltet. Pro Ticket dürfen nun bis zu drei eigene oder fremde Kinder (6-14 Jahre) entgeltfrei mitgenommen werden, egal ob das Ticket für eine oder mehrere Personen erworben wird. Außerdem können Abos künftig flexibler gekündigt werden: Zeitkarten-Kunden können nun nach Ablauf der ersten drei Monate des ersten Geltungsjahres ohne Zusatzkosten kündigen. Aus diesem Grund entfällt künftig das „3-Monate-Schnupperabo Bayern“. (DB)

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