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 Kooperation soll ROLA attraktiver machen
ÖBB Rail Cargo Group und ASFINAG arbeiten zusammen

Kooperation soll ROLA attraktiver machen

Mit mehr als 9.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie Niederlassungen in ganz Europa zählt die Rail Cargo Group (RCG) die Güterverkehrssparte der ÖBB zu den führenden Bahnlogistikunternehmen Europas. Zudem leistet die RCG mit den nachhaltigen Transportwegen über die Schiene einen wichtigen Beitrag für die Steigerung der Lebensqualität der Menschen in verkehrssensiblen Gebieten wie dem Inn- und Wipptal in Tirol. Gerade in Tirol waren die ÖBB mit der Rollenden Landstraße (ROLA) schon bisher ein wichtiger und verlässlicher Partner des Landes, wenn es um die Verlagerung von Lkw-Verkehr von der Straße auf die Schiene ging, denn die ROLA ist seit Jahren ein wirksames Instrument zur Verringerung der Verkehrsbelastung der Tiroler Bevölkerung. Gerade beim sektoralen Fahrverbot steht den betroffenen Straßentransportunternehmern mit der ROLA eine simple und attraktive Alternative zum Transport auf der Straße zur Verfügung.

Rollende Landstraße - Foto: ÖBB/Knopp
Ein neuer Service der ASFINAG in Kooperation mit der ÖBB Rail Cargo Group macht die Benutzung der ROLA für die Straßentransportunternehmen jetzt noch einfacher und attraktiver. Auf der Homepage www.go-maut.at der ASFINAG können die aktuellen Abfahrtszeiten und die aktuelle Auslastung direkt eingesehen und der Link zur direkten Buchung der ROLA aufgerufen werden. Die Unternehmen brauchen nur auf die gewünschte Strecke in der Karte klicken und sehen mit einem Klick, ob noch Plätze für die umweltfreundliche Fahrt durch Tirol frei sind. „Für die Erreichung unserer Klimaziele ist eine wirkungsvolle Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene erfolgsentscheidend. Das gelingt nur, wenn alle relevanten Partner bestens zusammenarbeiten. Dazu zählt insbesondere eine enge Verzahnung zwischen Schiene und Straße. Dieses neue Service ist ein weiterer Baustein, um die Wirtschaft und unser Land in herausfordernden Zeiten wie diesen am Laufen zu halten“, freut sich Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB Holding AG über die neue Kooperation mit der ASFINAG. „Autobahnen und Schienen sind die wesentlichen Verkehrswege, die unser aller Versorgung sichern. Als Mobilitätspartner bieten wir eine verkehrsträgerübergreifende Information und somit auch die individuelle Entscheidung für nachhaltige Verkehrsmöglichkeiten an“, erklären die ASFINAG Vorstände Hartwig Hufnagl und Josef Fiala.

Folgende drei ROLA-Strecken werden derzeit in Österreich angeboten:
  • Wörgl – Brenner
  • Wörgl – Trento
  • Wels – Maribor
Die Rollende Landstraße bietet neben dem umweltfreundlichen Transportweg auf der Schiene noch weitere Vorteile. Die Lkw-Lenkerinnen und Lenker können während der Zugfahrt mit der ROLA ihre gesetzlich vorgeschriebene Ruhepause absolvieren und im Anschluss daran ausgeruht die Fahrt fortsetzen. Außerdem werden Fahrverbote und Staus auf der Straße bequem auf der Schiene umfahren, dazu sparen sich die Unternehmen Maut- und Spritkosten. Erst kürzlich hat die RCG an der Preisschraube – nach unten – gedreht und machte damit die Lkw-Fahrt auf der Schiene am Brenner attraktiver. Zudem sind Lkw, welche mit der ROLA befördert werden, von manchen Beschränkungen ausgenommen. So können beispielsweise Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 44 Tonnen die Autobahn benutzen, wenn sie zu einem ROLA-Terminal fahren. Andere Lkw dürfen im Regelfall die Autobahn nur mit einem maximal zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 40 Tonnen die Autobahn benützen. (ÖBB) 

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