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 Virtueller Tisch zur neuen Streckenführung
Bahnprojekt Hannover-Bielefeld

Virtueller Tisch zur neuen Streckenführung

Gemeinsam Schritt für Schritt zur besten Strecke zwischen Hannover und Bielefeld – so lautet das Ergebnis des gestrigen Abends, an dem sich Deutsche Bahn (DB) und über 160 Interessenvertreter:innen erstmalig zusammen am virtuellen Tisch trafen. Umwelt-, Verkehrs-, Fahrgast- und Wirtschaftsverbände beraten ab sofort das Bahnprojekt Hannover – Bielefeld. Zu dem Gremium gehören außerdem Vertreter:innen von Bürgerinitiativen, Kommunen, Landkreisen, Landesverkehrsministerien und -behörden wie auch Bundestags- und Landtagsabgeordnete. Die Beteiligten begleiten den Planungsprozess der DB. In zwei bis vier Sitzungen pro Jahr informiert die DB über den aktuellen Stand, erläutert transparent die Fakten beantwortet Fragen aus dem Arbeitskreis. In zusätzlichen Workshops werden Fokusthemen wie der Deutschlandtakt und die Planungsprämissen behandelt.

DB-Projektleiter Carsten Müller: „Die Menschen aus der Region bereichern das Projekt mit ihrem Fachwissen. Das enorme Interesse bisher ist für uns eine wertvolle Bestätigung. Wir nehmen die Wünsche und Forderungen aus der ersten Sitzung mit und werden Transparenz herstellen.“ Aus der Auftaktveranstaltung im Januar und den rund 100 Vorgesprächen, die das Projekt-Team mit den Menschen aus der Region geführt hat, kristallisierte sich auch der Wunsch nach einer Untersuchung der Bestandsstrecke heraus. Diese hat bereits am 1. März begonnen. Ab September werden mögliche Neubaustrecken oder Neubauabschnitte unter Berücksichtigung der existierenden Trasse geprüft. Das DB-Team machte am Dienstag klar: Hinweise und Ideen aus dem festen Arbeitskreis sind ausdrücklich und jederzeit erwünscht.

Die Deutsche Bahn hatte Ende 2020 vom Bundesverkehrsministerium den Auftrag erhalten, die Verbindung Hannover-Bielefeld mit zwei zusätzlichen Gleisen auszubauen. Das Projekt ist Teil des Masterplans Schienenverkehr der Bundesregierung, der die Verdoppelung der Fahrgastzahlen im Schienenpersonenverkehr und mehr Schienengüterverkehr zum Ziel hat. Das Bauprojekt als Teil der Bahnstrecke zwischen Rheinland/Ruhrgebiet und der Hauptstadt verkürzt gemeinsam mit anderen Verbesserungen künftig die Fahrzeit von Bonn nach Berlin um bis zu 39 Minuten auf vier Stunden. Mehr Informationen zum Projekt gibt es unter: www.hannover-bielefeld.de (DB)

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