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 Bahn-Elektrifizierung im Allgäu
Bau von Lärmschutzwänden 03.01.2019 - 14:46

Bahn-Elektrifizierung im Allgäu

Im Rahmen der auf drei Jahre (2018-2020) veranschlagten Bauarbeiten zur Elektrifizierung und Beschleunigung der Bahnstrecke München-Lindau (ABS 48) hat die Bahn auch mit den ersten Maßnahmen zum Lärmschutz begonnen. Seit dem vergangenen Herbst sind an acht Stellen Lärmschutzwände errichtet worden beziehungsweise in diesen Wochen im Entstehen begriffen.  Vorwiegend handelt es sich dabei um Ortsdurchfahrten, wie etwa in Schwabmünchen, Igling, Buchloe, Mindelheim, Sontheim, Westerheim und Memmingen.
Die neue Schallschutzwand bei Rammingen, Foto DB AG
Am deutlichsten sichtbar und bereits vollständig ist die Schallschutzwand in Rammingen. Auf 430 Metern ist nun Schallschutz vorhanden.  Die weiteren Arbeiten sind auch abhängig von der Witterung. Bis zum Frühjahr will die Bahn im östlichen Streckenabschnitt zwischen Geltendorf und Memmingen insgesamt 7,3 Kilometer Lärmschutzwände errichtet haben. Die Wände bestehen aus Aluminium-Bauteilen. In Abstimmung mit den einzelnen Kommunen haben sie eine einheitliche Farbgestaltung aus abgestuften, naturnahen grünen Farbtönen. Die bahnabgewandte Seite wird überwiegend mit Rankgitter versehen und eine Bepflanzung vorgenommen.  

Insgesamt wird die Bahn bis Ende 2020 Schallschutzwände mit einer Länge von mehr als 25 Kilometer errichten, u. a. in Buxheim, Leutkirch, Kißlegg, Wangen, Hergensweiler, Weißensberg, Oberreitnau, Bodolz und Lindau. Flankierend wird auf fast 15 Kilometer Länge das besonders überwachte Gleis realisiert sowie in engen Gleisbögen Reibmodifikatoren eingesetzt, die das Kurvenquietschen durch Schienenschmierung vermeiden. Die Kosten für alle Schallschutzmaßnahmen belaufen sich auf über 100 Mio. Euro. Jeder vierte Euro im Projekt zur Beschleunigung und Elektrifizierung der Strecke wird also für Schallschutz aufgewendet. (DB)

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