Titel

 Bau von Schallschutzwänden in Bornheim und Alfter
Gesamtlänge beträgt 2357 Meter 05.02.2019 - 15:27

Bau von Schallschutzwänden in Bornheim und Alfter

Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ errichtet die Deutsche Bahn in Bornheim und Alfter insgesamt drei Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von rund 2.357 Metern. Gemeinsam feierten Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der DB AG für das Land Nordrhein-Westfalen, sowie Wolfgang Henseler, Bürgermeister der Stadt Bornheim, und Dr. Rolf Schumacher, Bürgermeister der Gemeinde Alfter, den Auftakt der Arbeiten am Bahnhof Roisdorf.
„Wir wollen den Verkehr auf der Schiene stärken und gleichzeitig die Menschen an den Eisenbahnstrecken vor den Belastungen schützen“, sagte Werner Lübberink. „Dafür stellt der Bund mit dem Programm der freiwilligen Lärmsanierung dieses Jahr insgesamt 150 Millionen Euro für mehr Lärmschutz an bestehenden, besonders belasteten Bahnstrecken wie hier in Bornheim und Alfter bereit.“ Bürgermeister Wolfgang Henseler begrüßte die Maßnahmen: „Es freut uns, dass viele Anwohner in unserem Stadtteil Roisdorf durch die Baumaßnahme vom Schienenverkehrslärm entlastet werden." Bürgermeister Dr. Rolf Schumacher ergänzte: „Wir begehen den ersten Spatenstich zwar heute in Bornheim, aber auch unsere Gemeinde profitiert vom Lärmsanierungsprogramm mit insgesamt 572 Meter langen Schallschutzwänden.“

Der Bund investiert rund 4,53 Millionen Euro in dieses Vorhaben. Über die aktiven Maßnahmen mit drei Meter hohen hochabsorbierenden Schallschutzwänden hinaus werden an etwa 150 Wohneinheiten passive Schallschutzmaßnahmen umgesetzt. Dies erfolgt zum Beispiel durch den Einbau von schalldämmenden Fenstern und Lüftern. Hierfür stellt der Bund weitere rund 51.000 Euro zur Verfügung. Die Arbeiten für die beiden Schallschutzwände auf der gegenüberliegenden Bahnseite im Bereich Bornheim und Alfter beginnen betriebsbedingt zum Jahresende 2019.

Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Seit dem Start des Programms haben Bund und Bahn über 1,3 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von knapp 1.700 Kilometern Schienenstrecke und 58.400 Wohneinheiten investiert. Etwa 700 Kilometer Schallschutzwände wurden errichtet. Bei der Lärmsanierung handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Gefördert werden neben Lärmschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. In Einzelfällen werden auch Dämmungen der Außenfassaden und Dächer teilfinanziert. Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, da die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind. (DB)

« Zurück
DruckversionDrucken