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 Planungen für neue Bahnhofsbrücke in Varel
Neubau nötig 20.01.2018 - 13:45

Planungen für neue Bahnhofsbrücke in Varel

Kern des Denkmalschutzes ist die massive Bauweise als Eisenbetonkonstruktion mit Mauerwerksausfachung. Es handelt sich um eine für die damalige Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts schon sehr fortschrittliche Bauweise. Bei den bautechnischen Voruntersuchungen und der Erörterung mehrerer Umbauvarianten hat sich die Anhebung des Gesamtbauwerkes als einzige vertretbare Lösung herauskristallisiert. In diesem Zusammenhang sollten dann auch Aufzüge an der Nordseite der Brücke gebaut werden, da bei umfangreichen Umbauten an öffentlichen Verkehrsanlagen auch zwingend die Barrierefreiheit hergestellt werden muss.

Nach Abschluss der Planungen ergaben sich geschätzte Kosten von circa 2,6 Millionen Euro, ohne die Aufzüge, die damit immerhin schon mehr als das doppelte eines zeitgemäßen Neubaus betragen und somit auch als vertretbare Kostenobergrenze eingestuft wurden. Anfang 2017 erfolgte die Ausschreibung der Arbeiten, in deren Ergebnis dann allerdings nur ein Angebot eingereicht wurde. Dieses Angebot lag mit einer Angebotssumme von knapp 4 Millionen Euro deutlich über der Kostenobergrenze. Trotz weiterer Überlegungen, die sogar einen Teilabbruch und -wiederaufbau der alten Brücke beinhalteten, konnte keine deutliche Kostenreduzierung erreicht werden. Da eine Erweiterung des Finanzierungsrahmens ebenfalls nicht möglich ist, hat sich die DB AG dazu entschlossen, bei der weiteren Planung den Erhalt des Baudenkmals nicht mehr weiter zu verfolgen, sondern die Planungen für einen Abbruch der alten und Neubau einer modernen Bahnsteigbrücke weiter zu verfolgen. Die DB AG wird nun den denkmalrechtlichen Abbruchantrag auf den Weg bringen. Das weitere Vorgehen hängt von dem Ergebnis der Antragsprüfung ab. Die Einrichtung der Barrierefreiheit im Bahnhof Varel bleibt nach wie vor Bestandteil der Planung, wenngleich sich die Realisierung etwas hinauszögert.

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