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 Mehr Bahn für Bayern
Ausweitung desFernverkehrs 15.04.2019 - 15:40

Mehr Bahn für Bayern

„Mehr Bahn für Metropolen und Regionen“ – dieses Versprechen hat die Deutsche Bahn mit der Kundenoffensive vor vier Jahren gegeben. Seitdem ist die DB mit jedem Fahrplanwechsel diesem Ziel einen Schritt nähergekommen. Im vergangenen Jahr waren mit 148 Millionen mehr Reisende in den Zügen des Fernverkehrs unterwegs als jemals zuvor. In Bayern wuchs die Zahl der Fernverkehrskunden in den letzten vier Jahren um 19,7 Prozent von rund 107.000 auf rund 128.000 pro Tag. Insbesondere die schnellen Verbindungen nach Berlin erfreuen sich reger Nachfrage. Die neue Schnellfahrstrecke zwischen Erfurt und Nürnberg nutzten in 2018 insgesamt knapp 5 Millionen Reisende. Weil seit Ende 2018 zusätzliche Fahrten und mehr Sitzplatzkapazitäten angeboten werden, ist die Nachfrage im 1. Quartal 2019 weiter gestiegen: um 10% im Vergleich zum Vorjahr.

Die Deutsche Bahn will mit einer Qualitätsoffensive den Fernverkehr weiter verbessern. Foto: Bernd Kasper/pixelio.de
Diesen Trend will die DB fortschreiben. So sollen auch mit dem kommenden Fahrplanwechsel im Dezember bundesweit neue Angebote im Intercity-Netz und mehr ICE-Verbindungen auf den nachfragestarken Korridoren dafür sorgen, dass Metropolen und Regionen öfter, schneller, direkter und komfortabler miteinander verbunden sind. Reisenden aus und nach Bayern profitieren dabei direkt von dem deutlich verbesserten Angebot.

Ab Ende 2019 will die Bahn zwei zusätzliche ICE-Fahrten am Tag auf der Schnellfahrstrecke von/nach Berlin anbieten: Dabei ist vorgesehen, eine bislang mittags bestehende Lücke im stündlichen ICE-Angebot Berlin–München parallel zum Mittagssprinter zu schließen u.a. mit Halt in Bamberg, Nürnberg und Augsburg. Zum anderen soll zusätzlich zum ICE-Stundentakt ein weiterer ICE Berlin–München u.a. mit Halt in Coburg, Nürnberg und Augsburg fahren. Mit einer geplanten neuen ICE-Spätverbindung freitags nach 20 Uhr aus Berlin nach München wird die Strecke auch für Geschäftsreisende und Fernpendler noch interessanter. Aufeinander abgestimmte Takte bestehender ICE-Fahrten sollen für Ingolstadt und Augsburg Angebotsverbesserungen mit sich bringen, weil bisherige zeitliche Angebotslücken geschlossen werden. Die Anmeldungen zum Jahresfahrplan bei der DB Netz AG sind erfolgt und werden derzeit geprüft.

Zwischen Augsburg und Nürnberg sollen Fernverkehrszüge tagsüber künftig im Abstand von maximal 2.45 h mit einer Fahrzeit von 1.45 h fahren. Auch die bisherige große Angebotslücke am Nachmittag von Augsburg nach Nürnberg insbesondere am verkehrsstarken Freitag soll dabei geschlossen werden. Von Augsburg nach Berlin soll es künftig sechs statt bislang vier Direktverbindungen, mit Umstieg insgesamt acht schnelle Verbindungen mit einer Reisezeit von deutlich unter fünf Stunden geben. Von Berlin in die Fuggerstadt soll es künftig sieben Mal täglich eine komfortable Direktverbindung geben. Nach Hamburg via Hannover soll es ab dem kommenden Jahr zwar nur noch eine IC-Direktverbindungen in rund sechs Stunden geben, dafür fünf statt bislang vier schnelle Verbindungen mit einer Reisezeit von 5.45h, mit Umstieg in Nürnberg in der Regel am selben Bahnsteig. Darüber hinaus plant die Bahn weiterhin auch ICE-Direktverbindungen via Berlin nach Hamburg mit einer Reisezeit von sechseinhalb Stunden.

Bis zu 51 ICE-Verbindungen am Tag sind für die Schanzer-Stadt geplant, das sind drei mehr als im aktuellen Jahr. Von und nach Hannover und Hamburg soll es künftig zwei neue ICE-Direktverbindungen mit Ankunft und Abfahrt jeweils am Nachmittag geben. Damit würde für Ingolstadt künftig auch nachmittags ein durchgehender Stundentakt Nürnberg–München im Fernverkehr angeboten. Aus Berlin soll eine neue schnelle ICE-Direktverbindung mit Ankunft Ingolstadt um 17:30 Uhr geplant werden. Damit bestünde für Ingolstadt-Pendler zur Hauptverkehrszeit zwischen 17 und 19 Uhr ein ICE-Halbstundentakt von Nürnberg nach München. Zudem soll es zwischen Ingolstadt und Berlin mehr schnelle Umsteigeverbindungen - insgesamt etwa zweistündlich - mit einer Reisezeit von nur vier Stunden nach Berlin (neu beispielsweise am frühen Nachmittag ab Berlin sowie am Vormittag ab Ingolstadt) geben.

Künftig soll in Bamberg die Zahl der ICE-Halte von 29 auf bis zu 31 werktäglich erhöht werden. Damit wird nahezu ein Stundentakt erzielt, insbesondere durch die geplante Schließung einer zeitlichen Lücke im bisherigen Angebot am frühen Nachmittag. Die Bundeshauptstadt ist mit dem Unesco-Weltkulturerbe in 2.45 h verbunden, was die Zugverbindung von der Spree an den Obermain konkurrenzlos zu Auto und Flugzeug macht. Der durch das Saaletal mit Halt in Kronach, Lichtenfels, Bamberg und Erlangen fahrende IC Leipzig–Karlsruhe verkehrt an 6 Wochentagen künftig in einheitlicher Zeitlage: in Richtung Leipzig auch freitags am Vormittag (statt abends), in Richtung Karlsruhe auch samstags am Abend (statt morgens).

Mitten in Europa, in der Mitte des ICE-Laufweges zwischen Berlin und München liegt Coburg – jeweils nur rund zwei Bahnstunden von der Isar- und Spree-Metropole entfernt. Geplant ist, dass künftig Bahnreisende vier Mal am Tag - morgens, mittags, nachmittags, abends - umsteigefrei unterwegs sein können. Neu für Coburg wäre nach Planungen der Bahn ein täglicher ICE zur Mittagszeit aus München sowie am Nachmittag nach München. Auch nach Nürnberg/München gibt es dann neu insgesamt vier ICE-Direktverbindungen, sowie weiterhin eine tägliche Direktverbindung von und nach Wien. (DB)

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