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 Die neue Generation sechsachsiger Lokomotiven
Stadler Rail auf der Transport Logistic 06.06.2019 - 14:07

Die neue Generation sechsachsiger Lokomotiven

Stadler hat auf der Transport Logistic in München gemeinsam mit dem französischen Schienengüterverkehrsanbieter VFLI und dem deutschen Schienenfrachtunternehmen ITL Eisenbahngesellschaft mbH (ITL) Projekte mit der neuen Generation sechsachsiger Lokomotiven vorgestellt. Für VFLI baut Stadler zwölf Lokomotiven des Typs EURO 4001. Zudem übernimmt VFLI den Prototypen der EURODUAL-Lokomotive. An ITL liefert Stadler vier sechsachsige Lokomotiven der EURODUAL-Familie. VFLI und ITL sind beides Tochtergesellschaften der SNCF-Gruppe. Vor einem Jahr haben VFLI und Stadler den Vertrag für 13 sechsachsige Lokomotiven unterzeichnet.

Die EURODUAL kann unter Gleich- und Wechsel- spannung verkehren

Die dieselelektrische EURO 4001 erfüllt die neusten Abgasnormen
 
 
Bei den Lokomotiven handelt es sich um zwölf dieselelektrische Lokomotiven des Typs EURO4001 und den Prototypen der EURODUAL-Lokomotive. Letztere kann auf Oberleitungen mit 25 Kilovolt Wechselstrom und 1.5 Kilovolt Gleichstrom betrieben werden. Um die Lokomotive auch auf nicht elektrifizierten Strecken einsetzen zu könne, wird sie zudem von einem IIIB-Motor mit 2.8 Megawatt Leistung angetrieben. Die Lokomotive EURO4001 folgt auf die EURO4000 und bietet ein hohes Mass an Leistung und Zuverlässigkeit. Diese leistungsstarke und interoperable Lokomotive zeichnet sich durch ihre Flexibilität, eine hohe Zugleistung, den geringen Energieverbrauch und die reduzierten Betriebskosten aus. Die EURO4001 ist mit ETCS-Bordgeräten und einem Motor mit einer Leistung von 2800 Kilowatt ausgestattet. Dieser erfüllt als Antriebsmotor die Emissionsgrenzen der Stufe EC 26/2004 IIIB. ITL, eine Tochtergesellschaft von Captrain Deutschland, hat Ende 2018 vier sechsachsige Hybridlokomotiven der EURODUAL-Familie bei Stadler bestellt. Die leistungsstarken Lokomotiven werden im Güterverkehr in Deutschland mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometern eingesetzt und kombinieren beide Betriebsarten – elektrisch auf Wechselstromstrecken (15 Kilowatt, 16.7 Hertz und 25 Kilowatt, 50 Hertz) und Diesel. Die neue Generation der von Stadler Valencia entwickelten Co'Co'-Lokomotiven optimiert Leistung und Zuverlässigkeit und führt zu einer höheren Rentabilität des Schienenfrachtgeschäfts.

Das verbesserte Haftungskontrollsystem und eine Zugkraft von bis zu 500 Kilonewton bieten die grösste Zuglast  uf dem europäischen Markt und ermöglichen den Transport von längeren und schwereren Zügen mit nur einer Lokomotive. Die leistungsstarken Lokomotiven können mit beiden Traktionsarten mit hoher Geschwindigkeit durch die europäischen Korridore mit gemischtem Verkehr fahren. Die neueste Drehgestelltechnologie verursacht  weniger Verschleiss an der Infrastruktur und senkt die Kosten für den Gleisanschluss. Hinsichtlich der Traktion umfasst diese Modellreihe Diesel-, elektrische Mehrsystem- und Hybridversionen. Die Hybrid-Lokomotive ist mehr als nur eine Lokomotive für die «letzte Meile» – sie bietet zwei Lösungen in einem: Sie kann sowohl auf  elektrifizierten als auch auf nicht elektrifizierten Strecken eingesetzt werden. Während der Fahrt kann von der elektrischen Oberleitung auf Dieselbetrieb umgestellt werden.

«Um den Herausforderungen des Energiewandels zu begegnen und die Auswirkungen auf die Umwelt nachhaltig zu verringern, hat VFLI ein Flottenerneuerungsprogramm gestartet. Damit verschaffen wir uns einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil, da wir unseren Kunden eine umweltfreundlichere Lösung für den Güterverkehr anbieten können. Wir wollen die ‹neue Frachtgeneration sein›», sagt Alain RIBAT, CEO von VFLI. «Wir treffen unsere Entscheidungen im Bewusstsein der Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt. Deshalb sind die Steigerung der Energieeffizienz und die Minimierung des Energieeinsatzes wesentliche Bestandteile unseres betrieblichen Handelns», ergänzt Jérôme Méline, Geschäftsführer der Captrain Deutschland GmbH. (Stadler Rail)

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