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 RE3 ab Freitag mit kürzerer Fahrzeit
Regionalverkehr am Karower Kreuz 10.10.2018 - 14:46

RE3 ab Freitag mit kürzerer Fahrzeit

Ab 12. Oktober sind Bahnreisende im RE3 rund 20 Minuten eher am Ziel. Die Züge fahren dann wieder auf direktem Weg in die Hauptstadt. Das ermöglichen zwei von fünf neuen Bahnbrücken, die seit Juni vergangenen Jahres am Karower Kreuz gebaut wurden. Auch der RE66 nutzt die hergestellte Verbindung dann bis zu seinem Endbahnhof Gesundbrunnen.

Foto: DB/AG-Bartlomiej Banaszak
Die Kreuzungsbauwerke über den Berliner Außenring und über das Verbindungsgleis Stettiner Bahn/Außenring Richtung Rostock tragen jeweils zwei Gleise für die S- und für die Fernbahn. Nach Aufnahme des S-Bahn-Betriebs am 17. August, kann ab kommenden Freitag das erste von zwei Fernbahngleisen genutzt werden. Damit ist ein weiterer Meilenstein im Großbauvorhaben erreicht. Abhängig vom Aufbau der Bahntrasse und des Elektronischen Stellwerks ist geplant, das zweite Gleis im Sommer 2020 in Betrieb zu nehmen.

Im Rahmen des Projekts Berlin-Karow – Bernau (bei Berlin) wurde zudem in Zepernick bereits ein neues Elektronisches Stellwerk (ESTW) für die S-Bahn errichtet. Zusätzlich wird auf der Strecke abschnittsweise der Oberbau der S-Bahngleise erneuert. Für die Entlastung der Anwohner vom Schienenverkehrslärm sind auch aktive und passive Schallschutzmaßnahmen vorgesehen. Zum aktiven Schallschutz zählen beispielsweise Lärmschutzwände entlang der Strecke und das „Besonders überwachte Gleis“. Bei diesem Verfahren werden auf den Gleisabschnitten regelmäßig akustische Messfahrten durchgeführt und anschließend die Rollgeräusche zwischen Rad und Schiene durch Schienenschleifen deutlich reduziert. Dort, wo aktiver Schallschutz nicht ausreicht, werden zusätzlich passive Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehört der Einbau von Schallschutzfenstern oder speziell konstruierten Schallschutzlüftern. (DB, THM)

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