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 Früher Abfahren für mehr Pünktlichkeit
S-Bahn München testet „First come, first served-Prinzip“ 12.10.2018 - 16:32

Früher Abfahren für mehr Pünktlichkeit

Pünktlichere Züge auf der Stammstrecke, daran arbeitet die S-Bahn München. Ab Montag, 15. Oktober, testet sie in für fünf Tage jeweils morgens zwischen 6 und 9.30 Uhr die Einfahrt der Züge in die Stammstrecke nach dem „First come, first served“-Prinzip. Fahrgäste müssen sich darauf einstellen, dass die Züge in Pasing und am Ostbahnhof sowie an den Stammstrecken-Stationen bis zu zwei Minuten früher als im Fahrplan ausgewiesen losfahren können.

Die S-Bahn München testet fünf Tage lang auf der Stammstrecke das „First come, first served“-Prinzip. Foto: DB/Michael Sommerer
Bislang verlieren die Züge bei der Fahrt durch die Stammstrecke oft wertvolle Sekunden. Zeit, die oft bis in die Außenäste hinausgetragen wird und für Verspätungen sorgt. Beim Pilotprojekt soll nun getestet werden, inwieweit vorhandene Zeitpuffer, die die Züge von den Außenästen mitbringen, zum Verspätungsabbau auf der Stammstrecke genutzt werden können. Die Idee dahinter ist simpel: Die Züge an den Bahnhöfen Ostbahnhof, Pasing, Laim und Donnersbergerbrücke werden nach dem „First come, first served“-Prinzip auf die Stammstrecke geschickt. Der Zug der zuerst da und abfahrbereit ist, hat Vorrang. Das Ziel ist eine gleichmäßigere Auslastung der Stammstrecke und die Verringerung von Zugfolgeverspätungen.

„Wir versprechen uns von dem Test wertvolle Erkenntnisse. Denn mit jeder Sekunde, die wir auf der Stammstrecke pünktlicher werden, stabilisieren wir das Gesamtsystem der S-Bahn. Das kommt allen Fahrgästen zugute," sagt Heiko Büttner, Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn München. Nach der Testwoche und der Auswertung fällt dann die Entscheidung, ob das Verfahren auch langfristig umgesetzt wird. Für pünktlichere Züge auf der Stammstrecke setzt die S-Bahn bereits die sogenannten Einstiegslotsen am Hauptbahnhof und seit Kurzem auch am Marienplatz ein.  Beide Projekte sind Teil des Aktionsprogramms „Zukunft S-Bahn München“, das die Qualität der S-Bahn für die Kunden verbessern soll. Das auf mehrere Jahre angelegte Programm bündelt insgesamt bis zu 80 Maßnahmen und soll den Betrieb bis zur Eröffnung der 2. Stammstrecke verbessern. Zum Maßnahmenbündel gehören die Fahrgastinformation in Echtzeit genauso wie die Einzäunung der Stammstrecke, um Personen aus dem Gleisbereich fernzuhalten. (DB, THM)

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