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 Güterzugtunnel Fürth wird weitergeplant
Bedarf im Bundesverkehrswegeplan 07.11.2018 - 14:02

Güterzugtunnel Fürth wird weitergeplant

Zur Entlastung von Fürth und Nürnberg plant die Deutsche Bahn einen 7,6 Kilometer langen Tunnel für den Güterverkehr von Eltersdorf, nördlich Fürth, bis nach Kleinreuth im Nürnberger Süden und weiter zum Rangierbahnhof Nürnberg. Das Bundesverkehrsministerium und die Bahn wollen dazu noch in diesem Jahr eine Finanzierungsvereinbarung schließen. Rund 400 Millionen Euro sollen investiert werden. Im kommenden Jahr wird das Planfeststellungsverfahren für die Baugenehmigung fortgeführt, Gelegenheit für die Bürger sich mit Anregungen und Einwendungen zu beteiligen. Parallel werden für den S-Bahnausbau zwischen Fürth und Erlangen die Trassenvarianten „Verschwenk“ durch das Knoblauchsland sowie „Ausbau“ entlang der bestehenden Strecke neu bewertet. Ergebnisse hierzu werden voraussichtlich 2020 vorliegen.

„Wir wollen für den Klimaschutz mehr Verkehr auf die Schiene bringen. Dazu brauchen wir mehr Kapazität im Knoten Nürnberg. Der Güterzugtunnel leistet einen Beitrag dazu. Umweltverträglich entlastet er nicht nur die Straßen, sondern auch die Anwohner vom Schienenverkehrslärm“, sagte Klaus-Dieter Josel, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern zur Wiederaufnahme der Planungen für die Güterzugstrecke.

Die Planungen waren bereits Bestandteil des „Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8, Nürnberg-Berlin“. Das Planfeststellungsverfahren wurde bereits 1995 eingeleitet. Im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes 2030 wurde die Notwendigkeit der Strecke vom Bund noch einmal überprüft. Mit der jetzt erfolgten Aufnahme des Projektes in den „vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplanes hat der Bund die Wirtschaftlichkeit des Projektes und die positiven Wirkungen für die Entlastung von Fürth und Nürnberg bestätigt. Die Deutsche Bahn bereitet aktuell die Überarbeitung der Planfeststellungsunterlagen zur Erlangung des Baurechtes vor. (DB)

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