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 Bundesbürger lehnen neue Autoprämie mehrheitlich ab
Deutsche favorisieren klimafreundliche Mobilitätsprämie 27.05.2020 - 13:36

Bundesbürger lehnen neue Autoprämie mehrheitlich ab

Die Pläne der Bundesregierung für eine Autokaufprämie stoßen bei der Mehrheit der Deutschen auf Ablehnung. In einer repräsentativen Umfrage des Instituts Civey für die Allianz pro Schiene sprachen sich knapp 60 Prozent der Bundesbürger dafür aus, statt einer erneuten Abwrackprämie eine breit angelegte Mobilitätsprämie einzuführen. Mit einer solchen Mobilitätsprämie könnten die Verbraucher selbst entschieden, ob sie die staatliche Förderung für den Kauf von Fahrrädern, von Bahn-Abos oder von umweltschonenderen Autos nutzen. Die reine Autoprämie findet mit weniger als 30 Prozent gerade halb so viele Anhänger.

„Die Menschen wollen keine Neuauflage der unsinnigen Abwrackprämie“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer des gemeinnützigen Verkehrsbündnisses Allianz pro Schiene, am Mittwoch in Berlin. „Auch eine Abwrackprämie 2.0 mit hellgrünem Anstrich subventioniert ausschließlich den privaten Autobesitz und verschärft die Lasten durch den überbordenden Straßenverkehr weiter“, so Flege. „Es kann nicht sein, dass die Politik mit dem Geld der Steuerzahler Klimakrise und Mega-Staus weiter antreibt.“

Die Allianz pro Schiene setzt sich für eine Mobilitätsprämie ein, die den Verbrauchern die freie Wahl überlässt. Mit diesem Modell kann sich jeder mit der staatlichen Förderung Abos für den Öffentlichen Personenverkehr kaufen oder Fahrräder und Elektro-Bikes oder ein besonders energiesparendes E-Auto. „Mit der Mobilitätsprämie liegt ein Konzept vor, das Umwelt- und Wirtschaftsinteressen versöhnt. Mit der Mobilitätsprämie kann die Bundesregierung gleichzeitig die Konjunktur ankurbeln und den Klimaschutz vorantreiben“, so Flege. Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag der Allianz pro Schiene über 2.500 Personen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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