Online-Verkauf von Bahntickets immer beliebter
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Zunahme um 40 Prozent seit 2011 31.05.2019 - 10:58
Online-Verkauf von Bahntickets immer beliebter
Immer mehr Bahn-Tickets werden über den Online-Vertrieb verkauft. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/10087) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/9322) hervor. Nach Auskunft der Deutsche Bahn AG (DB AG) habe sich die Anzahl verkaufter Fahrkarten im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von 2011 bis 2018 in etwa entsprechend dem Marktanteil von DB Regio im SPNV entwickelt, "der maßgeblich durch Ausschreibungsgewinne Dritter beeinflusst wird", schreibt die Bundesregierung. Erwartungsgemäß habe der Anteil des Online-Vertriebs auch im SPNV zugenommen, "dies hauptsächlich zu Lasten des Automaten-Verkaufs". Der Anteil des personenbedienten Vertriebs liege im SPNV bei knapp 10 Prozent.

Der Kauf von Online-Tickets wird immer beliebter Foto: Deutsche Bahn AG / Oliver Lauer
Der Vertrieb von Fahrkarten der DB Fernverkehr hat den Angaben zufolge seit 2011 um knapp 40 Prozent zugenommen. Auch hier zeichne sich eine starke Zunahme des Online/Mobile-Vertriebs ab, sogar bedeutend stärker als im SPNV, teilt die Regierung mit. Der Anteil habe 2018 bei über 70 Prozent gelegen. Vertriebswege Dritter spielten im Vertrieb Schienenpersonenfernverkehr (SPFV) keine besondere Rolle. Der Anteil der Reisebüros liege bei unter fünf Prozent. Online-Plattformen Dritter würden hingegen stark wachsen. Der Gesamtanteil liege aber noch unter dem der Reisebüros. Seit 2017 vertreibe die DB AG Fernverkehrsfahrkarten über Automaten Dritter, der Anteil sei jedoch noch sehr gering, heißt es in der Antwort.

Sowohl für SPNV als auch SPFV gelte, dass die dargestellte Entwicklung für die Anzahl der Fahrkarten auf die Einnahmen übertragbar ist. Der Einnahmenanteil von Online/Mobile im Fernverkehr liege leicht unter den genannten 70 Prozent, der Anteil der Reisebüros etwas höher als fünf Prozent. Aufgrund derzeit anhängiger gerichtlicher Verfahren zum Themenkomplex des Fahrkartenvertriebs durch die DB AG seien darüber hinaus keine Angaben möglich, schreibt die Bundesregierung. (Bundestag)

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